Homburger: Bildung ist Bürgerrecht!
Die Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Birgit Homburger, hat in ihrer Rede auf der Dreikönigskundgebung 2009 im Stuttgarter Staatstheater ein leidenschaftliches Plädoyer für „Bildung als Bürgerrecht“ gehalten. Sie machte deutlich, dass Bildung über Lebensperspektiven, über Teilhabe an der Gesellschaft und der Demokratie und über Zugang zu Arbeit und Einkommen und letztendlich über die Zukunft Deutschlands entscheide. Die FDP habe in Baden-Württemberg dafür gesorgt, dass mit der flächendeckenden Einführung der Sprachstandsdiagnose ab 2009 die Chancenungerechtigkeit am Start beseitigt werden könne. „Wir setzen auf die frühkindliche Bildung, weil jedes Kind eine Chance auf eine gute Bildung und Ausbildung haben soll“, so Homburger.
Homburger appellierte auch an die Gesellschaft, sich mehr um Bildung und Erziehung zu kümmern. Das sei keine alleinige Aufgabe des Staates und an die Eltern gewandt sagte Homburger: „Es gibt ein Recht auf Erziehung der Kinder, aber es gibt auch eine Pflicht auf Erziehung der Kinder!“ Sie ging damit auf die Feststellung ein, dass in vielen Elternhäusern heute nicht mehr gemeinsam miteinander gesprochen oder gegessen werde und viele Kinder nicht einmal mehr die normalen Kulturfertigkeiten im Elternhaus erlernen würden.
Die FDP-Landesvorsitzende machte sich für einen Bildungsföderalismus stark, der den Wettbewerb um die besten Schulen und die beste Bildung zulasse. Sie wandte sich gegen Gleichmacherei und die ständig wiederkehrende Diskussion um die Schulstruktur. Einer Einheitsschule erteilte sie eine klare Absage. „Wir wollen die besten Schulen für unsere Kinder, weil nur so Deutschland seine Spitzenstellung in der Welt halten kann“, rief Homburger den über 1.200 Zuschauern im vollbesetzten Staatstheater zu. Die FDP stehe für „sozialen Aufstieg durch Bildungsaufstieg“, so Homburger.
Zu den sehr bescheidenen Ergebnissen des Bildungsgipfels der Bundeskanzlerin Ende November 2008 sagte Homburger: „Wir haben in Baden-Württemberg eine andere Vorstellung von Gipfeln. Aber da kann Angela Merkel wahrscheinlich nichts dafür. Sie kommt ja aus der Uckermark, wo jede Sanddüne ein Gipfel ist.“ Die Forderungen nach 10 Prozent der BIP-Ausgaben müssten in Forschung und Bildung gehen, mehr frühkindliche Bildung, keine Lehrerreduzierung trotz sinkender Schülerzahlen und mehr Ganztagsschulen seien in Baden-Württemberg schon längst erfüllt. Trotzdem investiere die Landesregierung noch einmal zusätzlich 530 Millionen Euro in eine Qualitätsoffensive Bildung.






