Rülke: SWR auf dem Weg zum Regierungsender?

FDP-Fraktion beklagt Ignorieren und Marginalisieren der Opposition durch SWR-Fernsehredaktion

Mit deutlichen Worten kritisiert der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Dr. Hans-Ulrich Rülke die jüngere Berichterstattung des SWR und die Behandlung der Opposition durch den Sender. Insbesondere äußert Rülke sein Unverständnis darüber, dass bei der Diskussionsrunde zur Volksabstimmung zu Stuttgart 21 am Donnerstagabend die FDP als einzige Landtagspartei ausgeschlossen wurde. „Bislang gilt in der parlamentarischen Demokratie immer noch die 5%-Hürde und nicht eine freihändig vom SWR zu vergebene Beteiligungsschranke.” Es sei nicht nachvollziehbar, dass bei vier Parteienvertretern zwei Grüne, ein Sozialdemokrat und ein CDU-Vertreter eingeladen werden, während man die FDP ausschließe.  „Angesichts der Parteizugehörigkeit von Frau Dahlbender steht es dann vier zu eins für die Regierung”, so Rülke. Niemand könne erklären, dass bei sechs Diskutanten kein Platz für einen FDP-Vertreter gewesen sein soll, während die Grünen doppelt vertreten sein mussten.

Es sei auch kein Sonderfall, sondern ein schon länger zu beobachtender Trend, dass die Fernsehredaktion des SWR, offenbar aus weltanschaulichen Gründen, alles daran setze insbesondere die FDP zu ignorieren und zu marginalisieren. So sei schon zu  beobachten gewesen, dass bei der SWR-Berichterstattung in Plenarwochen, die FDP die einzige Partei sei, die in den Fernsehberichten nicht zu Wort komme. Rülke selbst sei schon vom SWR zu Themen interviewt worden und im Bericht dann als einziger Parteienvertreter wieder herausgefallen. Es stelle sich die Frage, ob es das Ziel des SWR sei, über eine gezielte Ausblendung der Opposition die grün-rote Regierungsmehrheit dauerhaft zu etablieren. Immerhin sei zu bedenken, so Rülke, dass die Redakteure des SWR von den Gebührenzahlern ihre Gehälter erhielten und nicht aus bestimmten Parteikassen. „Und die Gebührenzahler wählen nicht nur grün oder rot.”

Über Markus Lochmann (FDP-BW)

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2 Antworten auf Rülke: SWR auf dem Weg zum Regierungsender?

  1. hmmm…. wie war das nochmal mit der “grundgesetzlich garantierten Staatsferne” der öffentlich-rechtlichen Medien?

  2. Michael Gross sagt:

    Das hört sich ja schon arg beleidigt an. Der SWR hat den Auftrag die Meinungsbildung zu unterstützen, und – Entschuldigung – im Zusammenhang mit S21 hat die FDP nun wirklich nichts relevantes beizutragen gehabt. Das mag aus Parteisicht schade sein, ist nun mal aber so.

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