Döring: Werden die liberale Fahne wieder neu aufrichten

Mit “Stabilität, Solidität und Klarheit” will der designierte FDP-Generalsekretär Patrick Döring die Liberalen wieder zu alter Stärke führen. “Das Entscheidende ist, dass sich die FDP nicht erneut in Personaldebatten verstrickt, sondern inhaltlich offensiv die Fahne neu aufrichtet und in Regierungsverantwortung beweist, dass liberale Politik unverzichtbar ist”. Das gelinge nur, “wenn wir alle gemeinsam am gleichen Strang in die gleiche Richtung ziehen”, so Döring im ”ZDF-Morgenmagazin”.

Mehr dazu

(via FDP-Newsletter)

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Mitgliederentscheid: Achtung! Stichtag

Aus dem FDP-Newsletter:

Der dritte Mitgliederentscheid in der Geschichte der FDP ist in vollem Gange. Auf  zahlreichen Veranstaltungen können sich die FDP-Mitglieder und alle Bürger über den  Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM informieren und offen diskutieren. Am  Mittwoch hatten alle Interessierten die Gelegenheit, FDP-Generalsekretär Christian  Lindner per Video-Live-Chat ihre Fragen zu stellen. Sehen Sie hier, was er geantwortet  hat. Und aufgepasst: Letzter Termin zur Abforderung der Abstimmungsunterlagen – falls  diese nicht vorliegen oder unvollständig sein sollten – ist Mittwoch, 7. Dezember, 12:00  Uhr. Ihr Ansprechpartner ist Roland Kowalke unter roland.kowalke@liberalverlag.de  Einsendeschluss für die Abstimmung ist Dienstag, 13. Dezember 2012.

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Rülke: SWR auf dem Weg zum Regierungsender?

FDP-Fraktion beklagt Ignorieren und Marginalisieren der Opposition durch SWR-Fernsehredaktion

Mit deutlichen Worten kritisiert der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Dr. Hans-Ulrich Rülke die jüngere Berichterstattung des SWR und die Behandlung der Opposition durch den Sender. Insbesondere äußert Rülke sein Unverständnis darüber, dass bei der Diskussionsrunde zur Volksabstimmung zu Stuttgart 21 am Donnerstagabend die FDP als einzige Landtagspartei ausgeschlossen wurde. „Bislang gilt in der parlamentarischen Demokratie immer noch die 5%-Hürde und nicht eine freihändig vom SWR zu vergebene Beteiligungsschranke.” Es sei nicht nachvollziehbar, dass bei vier Parteienvertretern zwei Grüne, ein Sozialdemokrat und ein CDU-Vertreter eingeladen werden, während man die FDP ausschließe.  „Angesichts der Parteizugehörigkeit von Frau Dahlbender steht es dann vier zu eins für die Regierung”, so Rülke. Niemand könne erklären, dass bei sechs Diskutanten kein Platz für einen FDP-Vertreter gewesen sein soll, während die Grünen doppelt vertreten sein mussten.

Es sei auch kein Sonderfall, sondern ein schon länger zu beobachtender Trend, dass die Fernsehredaktion des SWR, offenbar aus weltanschaulichen Gründen, alles daran setze insbesondere die FDP zu ignorieren und zu marginalisieren. So sei schon zu  beobachten gewesen, dass bei der SWR-Berichterstattung in Plenarwochen, die FDP die einzige Partei sei, die in den Fernsehberichten nicht zu Wort komme. Rülke selbst sei schon vom SWR zu Themen interviewt worden und im Bericht dann als einziger Parteienvertreter wieder herausgefallen. Es stelle sich die Frage, ob es das Ziel des SWR sei, über eine gezielte Ausblendung der Opposition die grün-rote Regierungsmehrheit dauerhaft zu etablieren. Immerhin sei zu bedenken, so Rülke, dass die Redakteure des SWR von den Gebührenzahlern ihre Gehälter erhielten und nicht aus bestimmten Parteikassen. „Und die Gebührenzahler wählen nicht nur grün oder rot.”

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Veranstaltungstipp: Der Weg ins Paradies?- 60 Jahre Sozialismus in Nordkorea

von Xiehechaotian (Eigenes Werk) [CC-BY-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by/3.0)

von Xiehechaotian (Eigenes Werk) [CC-BY-3.0 (www.creativecommons.org/licenses/by/3.0)

Hier ein Hinweis auf eine interessante Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung Für die Freiheit IN STUTTGART:

“Im kommenden Jahr 2012, dem 100. Geburtsjahr des “Ewigen Führers” Kim Il Sung, will das Regime in Nordkorea das “Tor zu einer friedlichen und prosperierenden Nation” aufstoßen. In zahlreichen Massenveranstaltungen beabsichtigen die Machthaber des weitgehend isolierten Landes, ihrer Bevölkerung die Erfolge eines moralisch und wirtschaftlich überlegenen Sozialismus vor Augen zu führen.

Erklärtes Ziel ist es, das Paradies auf Erden zu schaffen, das nur durch die bedingungslose Bereitschaft, sein ganzes Leben in den Dienst der Partei zu stellen und Not zu ertragen, erreicht werden kann. Dabei stützt sich das Regime auf die dem Sozialismus eigene Grundüberzeugung, dass Moral nur im Kollektiv entstehen kann.

Aber wie sieht es mit den “bahnbrechenden revolutionären Errungenschaften” des Landes tatsächlich aus? Wird sich das Land in den kommenden Jahren wirtschaftlich öffnen? Wie ist die humanitäre Situation in Nordkorea? Wie funktioniert die Gleichschaltung der gesamten Gesellschaft, um die Uniformität der Menschen zu erreichen? Wer regiert das Land, die Partei oder die “revolutionäre Armee”? Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um das Überleben der „sozialistisch-dynastischen Diktatur“ sicherzustellen?”

Fragen, die am 2. Dezember 2011 in Stuttgart Walter Klitz beantworten wird. Walter Klitz ist Leiter des Projektes Korea der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit mit Sitz in Seoul. Er gilt international als ausgewiesener Experte zu Nordkorea und gehört zu den wenigen Personen, denen regelmäßig Zutritt in das weitgehend abgeschottete Nordkorea gewährt wird.

Einladung und Online-Anmeldemöglichkeit

(via http://www.freiheit.org/webcom/show_article.php?wc_c=29&wc_id=20627)

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Mitgliederentscheid: So stimmen Sie richtig ab

Die Bundespartei hat eine extra Webseite eingerichtet, auf der Sie nochmal die richtigen Modalitäten zur Durchführung des Mitgliederentscheids nachlesen können:

http://www.fdp.de/10-Schritte-fuer-eine-erfolgreiche-Teilnahme/1991c13611i1p397/index.html

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Twitterwallr vom Bundesparteitag in Frankfurt a.M.

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Weg frei für Mitgliederentscheid

UPDATE (28.10.2011) : Website zum Mitgliederentscheid ist online

{text} Der aktuelle Mitgliederentscheid zeigt einmal mehr: Die FDP pflegt den Dialog mit Mitgliedern und Bürgern. Speziell zum Mitgliederentscheid wurde jetzt eine Website eingerichtet. Unter www.fdp.de/mitgliederentscheid finden Sie den vollen Text der zur Abstimmung stehenden Anträge. Zusätzlich gibt es Informationen zum organisatorischen Ablauf, interaktive Dialogformate, laufend aktualisierte Veranstaltungs-Termine sowie Fakten zum thematischen Hintergrund der Euro-Rettung.

Zur Sonderseite


Die FDP betritt parteipolitisches Neuland und befragt ihre Mitglieder in einem entscheidenden Politikfeld. Hier finden Sie einige Informationen zum anstehenden Mitgliederentscheid zum Europäischen Stabilitäts Mechanismus (ESM), veröffentlicht unter http://www.fdp.de/Weg-frei-fuer-Mitgliederentscheid/1804c13172i1p397/index.html

-> Fragen und Antworten zum Mitgliederentscheid (PDF)

Mit dem Mitgliederentscheid will die Gruppe um den FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler erreichen, dass die FDP gegen die Einrichtung des dauerhaften Stabilitätsmechanismus ESM stimmt. Der Bundesvorstand will dazu einen Alternativantrag einbringen.
[...] Im weiteren Verfahren werden die Unterschriften bis zum 24. Oktober formell auf ihre Gültigkeit überprüft. In der Folge wird es zahlreiche Veranstaltungen geben, in denen die Parteimitglieder, aber auch externe Experten und die Öffentlichkeit eingeladen sind, über die Anträge zu diskutieren. (Bundesgeschäftsführerin) Renatus betonte: “Die FDP-Bundesgeschäftsstelle sieht ihre Aufgabe weiterhin in einer der offenen Debatte dienenden unparteiischen Unterstützung des Verfahrens. Die Öffentlichkeit ist ausdrücklich zur Teilnahme daran eingeladen.”

In einer Sonderausgabe der Mitgliederzeitschrift “elde” werden schließlich alle Argumente noch einmal zusammengefasst. Enthalten sind auch die Stimmunterlagen, welche die Mitglieder bis zum angegebenen Stichtag abgeben müssen. (Generalsekretär) Lindner geht davon aus, dass das Verfahren vor der Weihnachtspause zum Abschluss kommt.

Organisatorische Hinweise und Informationen zum Ablauf

Die Bundesgeschäftsstelle hat ein Flugblatt mit den häufig gestellten Fragen und Antworten zum Mitgliederentscheid erstellt. Sie finden dieses neben weiteren Informationsmaterialien auch unter http://www.fdp.de/argumente.

Mehr dazu auf den Seiten der Bundes-FDP: http://www.fdp.de/Weg-frei-fuer-Mitgliederentscheid/1804c13172i1p397/index.html

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WOLFF: Illegaler Einsatz von Malware durch Sicherheitsbehörden? – Aufklärung schnellstmöglich!

Es wird Zeit, Licht ins Dunkel der „Online-Durchsuchungen“ zu bringen. Vergangenes Wochenende wurde bekannt, dass möglicherweise das Bundes- und weitere Ländersicherheitsbehörden eine Software einsetzen, mit der sie über die gesetzlichen bzw. die Grenzen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts von 2008 hinaus Daten auf Computer ausspähen und ggf. zur Strafverfolgung oder polizeilich nutzen.

Grob und nicht-technisch gesagt geht es darum: Nachdem die CDU-SPD-Bundesregierung durch Einführung des BKA-Gesetzes auf Bundesebene die rechtliche Grundlage für eine „Online-Durchsuchung“ geschaffen hat, stellte das Bundesverfassungsgericht auf Antrag von FDP-Mitgliedern klar, dass eine vollständige, umfassende Durchsuchung eines Computers unzulässig ist, da sonst in den intimsten Privatbereich bzw. den Kernbereich persönlicher Lebensgestaltung, der verfassungsrechtlich absolut geschützt ist, eingegriffen werden würde. Überwacht werden darf nur die Kommunikation, also alles das, was vom Absender bewusst nach außen gegeben werden sollte (also z.B. eMails oder Internettelefonie). Aber alle Daten, die nicht versandt oder eben nicht irgendwie Dritten zugänglich gemacht werden sollen, sind tabu. Hier soll allein der Verfasser (mit dem Arbeitsgerät Computer) die Hoheit darüber behalten und allein entscheiden, wem er diese Inhalte jemals zugänglich machen möchte. Dazu gehört auch explizit alles, was auf der Festplatte gespeichert ist (Texte aller Art, mithin auch Testamentsentwürfe oder Tagebuchaufzeichnungen, Arztrechnungen samt Diagnose, Kalendereinträge im Outlook, heruntergeladene Internetseiten, gespeicherte eMails). Auch eine technisch mögliche Nutzung der Mikrofone oder der Kameras an Computern, z.B. zur „online-Überwachung“ der Büroräume, sind nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht zulässig.

Gesetz und Recht müssen eingehalten werden – auch und gerade von staatlichen Sicherheitsbehörden. Die Bürger haben einen Anspruch darauf, sich auf staatliche Institutionen und deren rechtsstaatlich untadelige Vorgehensweisen verlassen zu können.

Wenn die technischen Aussagen des Chaos Computer Clubs zutreffen, muss sehr genau geprüft werden, ob tatsächlich die rechtlichen Grenzen von den Sicherheitsbehörden eingehalten wurden oder nicht. Wenn Grenzen überschritten wurden, wonach es aktuell aussehen könnte, dann muss das erhebliche Konsequenzen haben. Die FDP wird alles tun, um die Vorkommnisse im Innenausschuss des Deutschen Bundestages aber auch in den Landtagen aufzuklären. Es muss dabei u.a. um Folgendes gehen:

  • Wurde eine Software eingesetzt, die mehr kann, als dies rechtlich erlaubt ist?
  • Wenn ja, wem war dies bekannt?
  • Wurden Ergebnisse aus der zu weit gehenden Ausforschung genutzt?
  • Wer hat diese Ergebnisse wann und wie genutzt?
  • wie kann in Zukunft sichergestellt werden, dass derartige Überschreitungen technisch aber auch über rechtliche (Verfahrens-)Vorgaben vermieden werden?

Ich halte es für richtig, wenn die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern nun in die Aufarbeitung einbezogen werden und die Regierungen lückenlos darüber berichten. Aufklärung tut not; wenn der Trojaner vorsätzlich Grenzen überschreitend eingesetzt wurde, muss dieses Konsequenzen haben.

Schon 2007 hatte auf Antrag von Hartfrid Wolff und des FDP-Landesverbandes Baden-Württemberg der FDP-Bundesparteitag in Stuttgart sich einstimmig gegen die „Online-Durchsuchung“ ausgesprochen. Die FDP hat eine klare Haltung!

Eine parteipolitische Randbemerkung zu den GRÜNEN sei erlaubt: Das Aufheulen der Grünen jetzt ist nicht nachvollziehbar. Es sei nur daran erinnert, dass bundesweit zum ersten mal eine „Online-Durchsuchung“ seitens Rot-Grün angeordnet worden ist. Der damalige Innenminister Schily bzw. sein Staatssekretär hatten unter der Rot-Grünen-Regierung bereits vor 2005 eine Online-Durchsuchung ohne jede gesetzliche Grundlage, einfach per Dienstanweisung, angeordnet! Dies war sogar für den darauf folgenden Innenminister Schäuble rechtsstaatlich zu vage, so dass er die gesetzliche Grundlage schuf. Inhaltlich ändert dies nichts, nur zeigt es eines: wie bei der Vorratsdatenspeicherung, wo die Grünen in Baden-Württemberg im Koalitionsvertrag dafür eintreten, dass sie umgesetzt wird, sind Grüne keine verlässlichen Partner für rechtsstaatliche Maßnahmen. Die einzige Partei, die verlässlich für Bürgerrechte eintritt, ist die FDP. Dies sieht man am Ergebnis der Anti-Terror-Gesetze, die nach der Einführung durch Rot-Grün und Verschärfung unter Schwarz-Rot nunmehr eine deutlich rechtsstaatlichere und demokratischere Grundierung bekommen haben; das sieht man bei den Internetsperren, wo gerade Liberale mit Erfolg sich dafür eingesetzt haben, dass keine behördliche Struktur für Internetzensur aufgebaut werden konnte. In einer Koalition mit der CDU/CSU sind keine 100%-Lösungen im Sinne der FDP-Politik möglich: aber die Erfolge können sich sehen lassen!

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Vorratsdatenspeicherung ist mit der FDP nicht zu machen

64.500 Unterstützer hat die Petition zum Verbot der Vorratsdatenspeicherung gefunden. FDP-IT-Experte Jimmy Schulz sieht die Bedenken der Liberalen gegen die massenhafte, anlasslose Speicherung privater Daten darin bestätigt. „Die Bürger wollen nicht unter Generalverdacht gestellt werden und das Gefühl haben, der Staat habe jederzeit Zugriff auf private Daten“, kommentierte er das Ergebnis. Dieses Anliegen werde die FDP-Fraktion weiterhin tatkräftig unterstützen.

„Wir sind davon überzeugt, dass die anlasslose Vorratsdatenspeicherung mehr Schaden als Nutzen bringt“, betonte der Obmann der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“, Jimmy Schulz. Für den Liberalen ist klar, dass in Datenschutzfragen stets nach Lösungen gesucht werden müsse, die die Verhältnismäßigkeit im Blick behalten.

Privatsphäre war einmal? Nicht mit uns

Hierzu stellte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) im Interview mit der ”Rhein-Neckar-Zeitung” noch einmal heraus: Die FDP ist die liberale Bürgerrechtspartei. Dies zeige auch die bisherige Bilanz der Regierung: „Die Terrorismusbekämpfungs-Ergänzungsgesetze sind neu justiert; Netzsperren wurden wieder aufgehoben und die Vorratsdatenspeicherung verhindert.“

„Das sind alles für sich einzelne Punkte, aber sie zeigen: Da ist eine klare Linie da. Das ist eine Handschrift, die nur die FDP einbringen kann“, sagte die Justizministerin. „Wir sind diejenigen, die sagen: Jawohl, für uns gibt es einen Persönlichkeitsschutz auch noch 2013, 2015. Privatsphäre war einmal – das gibt es mit uns nicht“, betonte die liberale Ministerin.

Mehr dazu: http://www.fdp-fraktion.de/Vorratsdatenspeicherung-ist-mit-der-FDP-nicht-zu-machen/2734c3517i1p63/index.html

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Mitgliederentscheid über den ESM kommt wohl zustande

05.10.2011 – In der FDP wird es voraussichtlich einen Mitgliederentscheid über den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM geben. Die Initiatoren teilten mit, dass sie die erforderliche Anzahl von Unterschriften erreicht hätten. Die Übergabe soll am kommenden Montag erfolgen. Im weiteren Verfahren muss zunächst überprüft werden, ob alle Unterzeichner auch Mitglieder der FDP sind. Die Parteiführung kündigte einen Alternativantrag an.

Für eine Mitgliederbefragung müssen der FDP-Satzung zufolge fünf Prozent der Mitglieder unterschreiben – also rund 3.230 Personen. Laut Initiatoren sind bereits rund 3.650 Unterschriften zusammengekommen. Die ESM-Gegner wollen die Unterschriftenliste FDP-Generalsekretär Christian Lindner am kommenden Montag vor der Präsidiumssitzung übergeben.

Mit dem Mitgliederentscheid will die Gruppe um den FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler erreichen, dass die FDP gegen die Einrichtung des dauerhaften Stabilitätsmechanismus ESM stimmt. Für den Fall, dass der Mitgliederentscheid zustande kommt, hat die Parteispitze bereits einen Alternativantrag angekündigt. Dieser soll von der gesamten Parteiführung und dem FDP-Ehrenvorsitzenden Hans-Dietrich Genscher getragen und auf einer Klausurtagung von Präsidium und Bundesvorstand am 23./24. Oktober beschlossen werden.

Im Anschluss haben dann alle Mitglieder das Wort und stimmen über die beiden Anträge ab. Eine Sonderausgabe der Mitgliederzeitschrift elde wird zusätzlich über den Inhalt der Anträge sowie das anschließende Verfahren informieren.

Hintergrund: Was ist der Mitgliederentscheid?

Der Mitgliederentscheid ist das Mitwirkungsrecht der Basis schlechthin. Über wichtige politische Fragen kann ein Mitgliederentscheid stattfinden. Auf Antrag der Vorstände oder Parteitage von fünf Landesverbänden oder von einem Drittel der Kreisverbände oder von fünf Prozent der Mitglieder der FDP hat der Bundesvorstand den beantragten Mitgliederentscheid durchzuführen.

(via FDP-Newsletter)

Mehr dazu: http://www.liberale.de/Mitgliederentscheid-ueber-den-ESM-kommt-wohl-zustande/8563c13861i1p69/index.html

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