Warum Opel nicht vom Staat gerettet werden darf

Der Staat darf Opel nicht retten. Und ich sage Ihnen auch gleich, warum. Erstens ist es nicht Staatsaufgabe, Automobile zu produzieren. Zweitens ist es nicht Staatsaufgabe, Automobilkonzerne zu finanzieren. Dafür haben wir das Bankensystem. Und drittens ist es nicht Staatsaufgabe, Unternehmen, die Pleite sind, zu übernehmen.

Wenn Opel Geld braucht, dann hat Opel zwei Möglichkeiten, an dieses Geld zu kommen: Erstens bei den Banken und zweitens an der Börse. Wenn Opel so gut ist, wie seine Belegschaft, meines Erachtens in grandioser Selbstüberschätzung, meint, dann werden sich genügend Investoren finden, die die Opel-Aktie auch kaufen. Wenn nicht – dann ist die Marke Opel eben Geschichte.

Opel alleine ist nicht überlebensfähig. Und warum sollten die insolventen Amerikaner genau den gut gehenden Kleinwagenproduzenten im Konzern einfach gehen lassen? GM fährt eine reine Verzögerungstaktik. Und der deutsche Staat täte gut daran, nicht auf Detroit hereinzufallen.

Hoppla, werden Sie fragen, was passiert denn mit den Arbeitsplätzen? Nun, erstens wird der eingesetzte Insolvenzverwalter lebensfähige Unternehmensteile verkaufen können. Zweitens ist die Opel-Misere nur der Anfang vom Ende einer aufgeblähten Auto-Industrie. Wir werden die Arbeitsplätze verlieren, so oder so.

Dann sollte man die notwendige Korrektur nicht auch noch mit Steuergeldern unnötig hinauszögern. Das Geld wäre besser in der Weiterbildung der Opel-Belegschaft angelegt.

Wenn der Staat jetzt Opel rettet, werden Daimler, BMW und Volkswagen/Porsche genauso ihre Bilanzen frisieren und die Hand nach der Staatsknete aufhalten. Das wäre dann echte DDR-Light.

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"Ich schreibe dies - nicht um die Götter zu preisen, denn der Götter bin ich überdrüssig - nicht um Pharaonen zu verherrlichen, den auch ihrer Taten bin ich müde. Um meiner selbst willen schreibe ich dies, weder um Göttern noch Königen zu schmeicheln, noch aus Furcht oder einer Hoffnung auf die Zukunft. Denn im Verlauf meines Lebens habe ich so vieles erfahren und verloren, dass keine unnütze Angst mich quält; und des Hoffens auf Unsterblichkeit bin ich müde, wie ich der Götter und der Pharaonen überdrüssig bin. So schreibe ich dieses nur für mich selbst und glaube, mich dadurch von allen Schreibern der Vergangenheit wie auch der Zukunft zu unterscheiden." (nach Mika Waltari, Sinuhe)

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