Wolfgang und der Datendieb

Frei nach Joh 8,7

8,1 Wolfgang aber ging zum Reichstag.

8,2 Und frühmorgens kam er wieder in das Ministerium, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie.

8,3 Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten einen Mann zu ihm, beim Klau von Steuerdaten ergriffen, und stellten ihn in die Mitte

8,4 und sprachen zu ihm: Minister, dieser Mann ist auf frischer Tat beim Klau von Steuerdaten ergriffen worden.

8,5 Angela aber hat uns im Gesetz geboten, solche Männer einzukerkern. Was sagst du?

8,6 Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Wolfgang bückte sich und tippte in seinen Computer.

8,7 Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der kaufe die erste CD von ihm.

8,8 Und er bückte sich wieder und tippte in seinen Computer.

8,9 Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Wolfgang blieb allein mit dem Mann, der in der Mitte stand.

8,10 Wolfgang aber richtete sich auf und fragte ihn: Wo sind sie, Mann? Hat dich niemand verdammt?

8,11 Er antwortete: Niemand, Herr. Und Wolfgang sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.

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"Ich schreibe dies - nicht um die Götter zu preisen, denn der Götter bin ich überdrüssig - nicht um Pharaonen zu verherrlichen, den auch ihrer Taten bin ich müde. Um meiner selbst willen schreibe ich dies, weder um Göttern noch Königen zu schmeicheln, noch aus Furcht oder einer Hoffnung auf die Zukunft. Denn im Verlauf meines Lebens habe ich so vieles erfahren und verloren, dass keine unnütze Angst mich quält; und des Hoffens auf Unsterblichkeit bin ich müde, wie ich der Götter und der Pharaonen überdrüssig bin. So schreibe ich dieses nur für mich selbst und glaube, mich dadurch von allen Schreibern der Vergangenheit wie auch der Zukunft zu unterscheiden." (nach Mika Waltari, Sinuhe)

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