Esslingen a.N.? Nein, danke.

Der tiefe Fall der einstmals so stolzen Freien Reichstadt Esslingen am Neckar vor den Toren Stuttgarts wird so langsam zum bundesweiten Politikum. Doch nach dem Motto „immer auf die anderen“ wird seitens der Verantwortlichen mit dem Finger mal dahin mal dorthin gezeigt, um das eigene Versagen zu kaschieren. Der Fall Esslingen a.N. ist jedoch mehr als nur ein Einzelfall – er steht  symptomatisch für die Städte einer ganzen Region. Anbei ein persönlicher und rein subjektiver Bericht eines Insiders. Doch vorab eine kleine aktuelle Einleitung:

Der Esslinger Oberbürgermeister Jürgen Zieger (SPD) am 25.12.2009 im Interview mit der Stuttgarter Zeitung:

…Wir werden Leistungen verteuern müssen und uns mittelfristig verschulden müssen. Die letzte Antwort darauf, wie das System Stadt aussieht, werden wir erst noch erarbeiten müssen – politisch im Gemeinderat, aber auch im Dialog mit der Bürgerschaft.

StZ: Es gibt momentan auch wirtschaftsstrukturelle Probleme in der Region – denken Sie nur an Daimler und Sindelfingen. Welche Auswirkungen wird die Daimler-Entscheidung auf Esslingen haben?

Wir erleben gerade wieder ein deutliches Beispiel von Deindustrialisierung in unserer Region. In Esslingen kennen wir das durch die Entwicklungen bei Müller Weingarten, auch bei anderen Unternehmen, die hier ihren Standort haben, aber ihre Produktion verlagert haben. Wir stehen dabei nicht am Ende dieser Entwicklung, sondern leider erst am Anfang. Ein bisschen werden wir Opfer einer Wirtschaftspolitik im Land und in der Region, die zu sehr auf alte, traditionelle Unternehmen setzt und die Frage neuer Wertschöpfungsketten nicht genügend fördert. Wir sind leider nur Patentweltmeister. Aber es wird viel zu wenig versucht, diese Patente in die Produktion zu überführen. Wir brauchen so etwas wie Risikokapital. Das ist in anderen Bundesländern üblich. In Bayern wird uns das gerade wieder vorbildlich vorgemacht. Ich mahne dringend: Das Land Baden-Württemberg und die Region müssen sich dem Thema offen stellen, um der Erosion von Arbeitsplätzen etwas entgegenzusetzen.

http://stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2329415_0_7008_-esslinger-ob-im-interview-wir-sind-leider-nur-patentweltmeister-.html

Blogeintrag vom 20.8.2009

Als ich acht Jahre alt war, war es schick, in Esslingen am Neckar einzukaufen. Pünktlich zur 1200-Jahr-Feier 1977 hatte sich die ehemalige Freie Reichstadt herausgeputzt: Die schöne aber bis dahin ziemlich marode Altstadt wurde saniert und die größten Schandflecken (bis auf den bis heute  erbärmlichen Bahnhof) beseitigt. Ich habe die Stadt als schmuckes, schickes Kleinstädtchen in guter Erinnerung. Schließlich haben meine Eltern dort investiert, sich eine Wohnung gekauft, und auch ich habe ich dort zwei Jahre (1977-79) lang im Stadtteil Sulzgries gewohnt.

Der Esslinger an sich war immer etwas Besonderes. Er schwäbelt etwas breiter als der Stuttgarter, isst mehr Delikatessen, trinkt den besseren Wein, kleidet sich nobler und ist besonders Stolz auf seine Stadt. Das ist der Stuttgarter prinzipiell nicht. Der ist stolz auf den ganzen Südweststaat und nimmt seine Vorreiterstellung als Landeshauptstädter mit erhobener Nase gewissermaßen als naturgegeben hin.

Esslingen a.N. hatte über Jahrzehnte auch großes Glück: Daimler in Hedelfingen, Festo, Nokia, Hirschmann, Hengstenberg und andere investierten kräftig am und um den Neckar und auf den Fildern.

Dreißig Jahre später ist vom einstigen Glanz nur noch ein kümmerlicher Rest übrig. Einkaufen geht man von Uhlbach* aus in das viel weiter entfernte Stuttgart. Niemand geht mehr nach Esslingen a.N.. Nokia ist genauso weg wie Samsung oder Hirschmann.  Auch die einstigen Höhepunkte, die Feste in Esslingen a.N., werden zugunsten Stuttgarts geopfert. Ich war seit Jahren auf keinem Fest in Esslingen a.N. mehr. Früher war unsere ganze Familie dort quasi Stammgast.

Warum ist das so? Wenn Sie heute durch Esslingen a.N. gehen, treffen Sie auf eine besondere Mischung aus überalternden megafitten Rentner-Deutschen, die gerne ohne Rücksicht mit ihrem 2000-Euro Rennrad durch die Fußgängerzone brettern oder sie gleich ganz mit ihrer neuen E-Klasse umfahren, und aus Ausländern aus krasser Unterschicht, die ihre „Geschäfte“ lauthals in aller Öffentlichkeit tätigen. Es gibt (bezeichnenderweise) haufenweise Handyläden, ein-Euro-Shops und alle möglichen „Import-Exports“. Der früher in Esslingen a.N. angesiedelte gehobene, deutsche Fachhandel ist größtenteils verschwunden – auch weil für so manches Eigentümer-Geschäft schlicht der Nachfolger fehlte. Oder, noch schlimmer: die Stadtverwaltung sich hartnäckig geweigert hat, zum Beispiel Elektronikmärkte in die Innenstadt zu lassen. Zwar wurde nach jahrzehntelangem Streit endlich ein neues Einkaufszentrum gebaut – aber viel zu spät.

Esslingen a.N. ist aufgrund fehlerhafter Stadtplanung seit den 80er Jahren zum Vorstadtghetto Stuttgarts verkommen. Ein Grund ist die falsche Ausdehnung und Gemeindepolitik auf den Fildern, wo man traditionelle Esslinger Dörfer zu künstlichen Gemeindekonstrukten zusammengepfercht hat – mit der Folge, dass der Stadtkern ausblutete, weil auf dem Acker das Bauland noch bezahlbar war und der Bezug zum Stadtzentrum wegfiel.

Zweitens fehlte für die Innenstadt ein schlüssiges Konzept im Umgang mit der historischen Bausubstanz – die Idee, durch Ateliers und Künstlershops die Altstadt am Leben zu erhalten war nicht tragfähig. Die Stadtmitte hat auch die einstigen Magnete – die früher oftmals besser als in Stuttgart geführten und sortierten Warenhäuser, eins nach dem anderen verloren. So haben wir jetzt eine Art teuer saniertes Freilichtmuseum für Sozialhilfeempfänger. Dabei ist die Esslinger Altstadt eine der schönsten der Welt.

Die Wohnbevölkerung in der Innenstadt sinkt im Niveau immer weiter ab, ähnlich den Neckarvororten in Stuttgart auch. Beispiel Gastronomie: Erst war die traditionelle schwäbische Imbissbude da, dann der Jugoslawe, Italiener, Grieche, McDonalds und jetzt gibt es eine Döner-Bude neben der anderen. (bezeichnend: das nicht gerade als Nobelmarke bekannte McDonalds hat seine Filiale in Esslingen a.N. schon vor Jahren geschlossen und eine Besitzerin dieser besagten Dönerläden wurde erst kürzlich wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verurteilt.) An und in diesen Dönerbuden lungern auch tagsüber Gestalten herum, denen man bei seinem Einkauf lieber nicht begegnete.

Das sind die Kollalateralschäden des Industriesterbens – vornehmlich arbeitslose Migranten der dritten Generation, die sich erst gar nicht um eine Ausbildung oder Arbeitsstelle bemühen, dafür aber umso eifriger Passanten belästigen. In Baden Württemberg haben 43% der 30-35jährigen Ausländer keine Berufsausbildung. Dabei ist Arbeitslosigkeit ein Schichten- und kein Nationalitätenproblem. In Esslingen trifft dann beides zusammen.

Neben der menschlichen Tragödie gibt es in Esslingen a.N. aber auch Hausgemachtes. Es macht keine Freude, wenn man bei jeder Besorgung einen Strafzettel kassiert – egal, ob aufgrund Parkplatzmangels oder einer sinnlosen Radarfalle. So ist Esslingen a.N. die einzige Stadt, die ich kenne, in der Rotlichtblitzer auch bei überhöhter Geschwindigkeit blitzen – so dass gerade dann, wenn man über die gelbe Ampel beschleunigt, der Starenkasten zuschlägt. Ich habe drei solcher Strafzettel bekommen, insgesamt flossen ungefähr 100 Euro in die Stadtkasse. Seither gehe ich in Esslingen a.N. nicht mehr einkaufen. Bei vorsichtiger Schätzung hat die Stadt in den Jahren also 30.000 Euro Umsatz nur an mir wegen dieser modernen Wegelagerei verloren. Und ich bin nicht der einzige – auch der Rest der Familie meidet mittlerweile die Stadt. Frage an die Esslinger Bürokraten: Hat sich das für Sie gelohnt?

Nicht gerade ermutigend sind auch Berichte anderer: So wird über unsinnige Bürokratie und lächerliche Sturheit der Stadtverwaltung gegenüber Unternehmern geklagt – mit der Folge, dass vor ein paar Monaten ein weiterer Gutverdiener und Arbeitgeber die Innenstadt zugunsten einer ländlichen Region verlassen hat.

So, liebe Kommunalpolitiker in Esslingen a.N., macht man vorsätzlich seine Stadt kaputt.

Mit dem schleichenden Tod der Stadt Esslingen a.N. geht mir persönlich ein ganzes Stück Kindheit verloren. Doch die Lage der einstigen Freien Reichstadt, die schon lange vor Stuttgart existierte, scheint hoffnungslos. Weder politisch, noch wirtschaftlich gibt es Hoffnung für das historische Kleinod. Die Vertreter auf kommunaler Ebene sind reihum in allen Parteien nur Sekunda, zerstritten und kleinstbürgerlich sind sie noch dazu. Es fehlt ein Konzept für den Strukturwandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft und keine Partei kann eines vorweisen.

Die Schlagzeilen aus Esslingen a.N. werden durch marode Infrastruktur (man erinnere sich an die zwei Toten beim aus dem Parkhaus fallenden Auto…), Firmenschließungen und migrantische Schlägerbanden bestimmt (so hat eine kriminelle Vereinigung aus jungen Türken vor ein paar Wochen einen Unschuldigen krankenhausreif geprügelt )

Die Probleme der Stadt Esslingen sind jetzt so groß, dass man sie auch aus Politischer Korrektheit nicht mehr wegdiskutieren kann. Und ich denke, Esslingen a.N. steht Pate für viele Klein- und Satellitenstädte in Deutschland. Vielleicht ist sie aber auch nur ein Vorbote für das kommende „Detroit Deutschlands“. Hoffentlich nicht.

Denn: Die Stadt Stuttgart hat, und das bei all ihren Strukturproblemen, in den letzen Jahren deutlich an Lebensqualität hinzugewonnen. Stuttgart hat kräftig in sein Image investiert und mit einer sinnvollen Innenstadtpolitik auch neue Freunde in der Region gewonnen. Viele attraktive Veranstaltungen und eine rigide Sicherheitspolitik stärken die Stadt. Wenn nur der Verkehr nicht wäre…

Mein Fazit, gerade auch nach der letzten Kommunalwahl, bleibt bis auf weiteres: Esslingen a.N.? Nein, danke.

*Uhlbach, seit 1931 ein Stadtteil Stuttgarts, liegt im südöstlichen Zipfel der Stadt und ist geographisch wie historisch näher an Esslingen als an der Innenstadt der Landeshauptstadt.

Wie der Staat die falschen Firmen rettet

Ein interessanter Artikel in der Stuttgarter Zeitung erregte meine Aufmerksamkeit. Dort wird, relativ kühl und nüchtern, berichtet, wie die Speicher-Chip-Industrie in Dresden abgewickelt wird (http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2122753_0_1390_-chipindustrie-das-stille-sterben-eines-weltkonzerns.html).

Da regt sich doch mein wirtschaftliches Gemüt. Warum „rettet“ der Steuerzahler eigentlich chronisch verlustbringende Auto-Bauer (Opel), chronisch gestrige Versandhändler (Quelle), chronisch kaputtgemanagte Kaufhausketten (Karstadt), chronisch missgeleitete Banken (HRE, LBBW, IKB) und lässt eine der wenigen Zukunftsindustrien im Lande sang und klanglos vor die Hunde gehen?

Hätte man nicht, genau andersrum, die technologieintensive Chipfertigung mitsamt dem notwendigen Know-how schützen müssen? Jeder IT’ler weiß, dass die Speicherindustrie einem extremem Schweinezyklus unterliegt. Und dass sie gerade jetzt eine Talsohle durchlebt.

Aber vielleicht steckt ja etwas ganz anderes hinter dem Untergang von Ex-Siemens-Ex-Infineon-Ex-Qimonda. Mit vielen West-Steuermilliarden wurde in Sachsen das ehrgeizige „Silicon Saxony“ aus dem Boden gestampft. Und jetzt, zehn Jahre später, wo es keine Staatsknete mehr gibt, zieht sich die illustre Runde aus München lieber nach Asien zurück.

Man sollte Siemens alle erhaltenen Subventionen in Sachsen sofort in Rechnung stellen. Denn nie war eine nachhaltige Industriepolitik in Dresden geplant. Der Staat, also wir alle, wurde von den gierigen Managern gnadenlos abgezockt.

Die Dummen sind natürlich in erster Linie die Menschen in Dresden, die ihre nicht mehr subventionierten Arbeitsplätze verlieren. Dumme sind aber auch alle Deutschen, die einmal mehr Schlüsseltechnologien und Spitzenpersonal ohne Not aus der Hand geben.

Wie oft noch muss ein Subventionsprojekt scheitern, und ich sage an dieser Stelle ganz unverblümt die endgültige Pleite von Opel, Quelle und Wadan voraus, bevor die Politik und die Bevölkerung realisieren, dass Wirtschaft immer nur dann nachhaltige Arbeitsplätze schaffen kann, wenn die wirtschaftlichen Grundlagen auf dem (Welt)-Markt gebildet werden.

Wir können noch so viele Steuer-Milliarden in marode Unternehmen stecken. Es hilft niemals und niemandem, außer den Insolvenzverwaltern und den Heuschrecken und Leichenfledderern. Im Gegenteil: Mit dem Tropf aus Berlin verlängern wir die Agonie der Sterbenden und wiegen die im internationalen Vergleich schlecht ausgebildeten und oftmals viel zu teuren Mitarbeiter in der trügerischen Sicherheit eines nicht vorhandenen Erfolges.

Der Staat muss sich dringend auf seine eigentlichen Aufgaben besinnen. Dazu gehört weder Automobilbau noch Versandhandel. Wohl aber Technologie- und Forschungsförderung. Aber leider ist es in Dresden dafür schon zu spät.

Warum Quelle sterben muss

Es ist ein Teil des Deutschen Dramas von 2009. Das Wirtschaftswunder-Kaufhaus Quelle samt 1200-seitigem Katalog liegt in der Agonie der Finanzkrise und lebt nur noch vom Tropf des Sozial-Staates.

Dabei ist das Sterben von Quelle weitestgehend selbst verschuldet. Viel zu lange hatte man in Fürth auf Altbackenes gesetzt. Konsequent hatte man jahrelang das Internet als „Spielerei“ abgetan und sich geweigert, in die neue Technologie richtig Geld zu investieren.

Nun rächt sich der fränkische Konservatismus, denn Ebay, Amazon und co. jagen Quelle seit Jahren beständig Marktanteile ab. Kein Wunder, Amazon ist modern. Quelle? Eher was für alte Omas.

Die „Deutsche Tragödie“ besteht zum großen Teil in der Nicht-Wahrnehmung der Veränderungen des technischen Umfeldes. Deutsche Unternehmen, auch und gerade im Mittelstand, sind in weiten Teilen informationstechnologiefeindlich und investitionsresistent.

Das gilt nicht nur für den Versandhandel, der die Transformation zur Netzgesellschaft verschlafen hat – andere Branchen werden folgen. Ob wir es wollen oder nicht, das Netz wird unsere Unternehmenslandschaft verändern wie kaum eine Innovation jemals zuvor.

Traurig ist, dass wir mit der zögerlichen Annahme neuer Technologien in Deutschland auch signifikante Marktanteile an amerikanische, technologiefreundliche Unternehmen abgeben müssen. Und das, weil es uns an Innovationskraft und Risikokapitalgeber mangelt.

Wir haben ein Strukturproblem in unseren Unternehmen. Und ein Strukturproblem in der Ausbildung von Unternehmern.

Ich sehe in der gegenwärtigen, rückwärtsgewandten Politik keinerlei Anzeichen für eine tiefgreifende Veränderung in der Bewertung der modernen IT. Im Gegenteil, die CDU scheint gerade dabei zu sein, das Internet für alles Böse in der Welt verantwortlich zu machen. Und so reagiert sie mit dem Reflex des ewig gestrigen: Zensur.

Ein leuchtendes Beispiel für das Totalversagen der deutschen Politik im IT-Bereich ist das Impressumsrecht – die einzig wirklich floriende deutsche Internetindustrie ist die Abmahn-Industrie findiger Rechtsanwälte.

Noch nie hat es eine Zensur geschafft, eine Idee, deren Zeit reif war, zu verhindern. Wenn die deutsche Politik es nicht versteht, konsequent das Umfeld für Innovation in diesem Lande zu verbessern, werden wir noch weiter hinter die USA und Skandinavien zurückfallen.

Leider haben wir zurzeit weder die Infrastruktur zur nachhaltigen Weiterbildung weiter Bevölkerungsschichten, noch haben wir die Bereitschaft zur Investition in solche. Deshalb hat die OECD recht, wenn sie Deutschland als den großen Verlierer der gegenwärtigen Krise sieht.

Beginnend mit Rot-Grün hat Deutschland in entscheidenden Technologiefeldern durch restriktive, unsichere und falsche Gesetzgebung Rückschritte gemacht, deren Korrektur, wenn überhaupt, nur in Jahrzehnten machbar ist.

Andere Länder investieren in die Zukunft, wir investieren immer mehr in die Vergangenheit. Das gilt für Opel genauso wie Arcandor oder die HRE.

Quelle ist nur ein Anfang einer beständigen und nachhaltigen Veränderung unseres Konsumverhaltens. Eine Ikone der Wirtschaftswunderjahre, zu groß, zu langsam, zu selbstgefällig. Deshalb muss Quelle sterben.

Der öffentlich-korrupte Rundfunk

Abend für Abend erklären sie der Nation die Lage der Welt. Die Nachrichtensprecher von ARD und ZDF galten bislang als solide, ehrliche Journalisten, denen man die Erörterung der komplexen Realität getrost anvertrauen konnte.

Doch wie glaubwürdig ist eigentlich ein Nachrichtensprecher, der über die Finanzkrise berichtet, gleichzeitig aber von der Deutschen Bank 20.000 Euro für eine Moderation kassiert?

Nach Schleichwerbung im Tatort und bei Radrennen hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk sein nächstes Korruptionsproblem. Diesmal geht es aber nicht nur um Unterhaltung oder Sport. Betroffen ist das Heiligste der ARD: Die Nachrichtenredaktion.

So haben etliche der NachrichtenmoderatorInnen von ARD und ZDF lukrativ bezahlte “Nebenjobs” bei Unternehmen aller Art. Da wird für Sekt geworben, für die Sparkasse, für Energieunternehmen oder Auto-Unternehmen.

…nach vielen Gesprächen hat auch Zapp die Preislisten der Agenturen. Die verlangen für eine Moderation oder einen Vortrag von Petra Gerster: ca. 14.000 Euro; für Tom Buhrow berechnen sie ca. 20.000 Euro; die gleiche Summe für Claus Kleber; Anja Kohl kommt angeblich für ca. 6.500 Euro; Peter Hahne für ca. 10.000 Euro; Der Agenturpreis für Michael Antwerpes: ca. 8.000 Euro.

http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/ethik_journalismus/nebenerwerb100.html

Die journalistische Objektivität bleibt dabei wohl auch gewahrt? Wer’s glaubt, wird selig.

Die Anstalten täten gutes daran, unverzüglich Konsequenzen aus den Vorfällen zu ziehen und den Sprechern solche Nebenjobs verbieten. Es kann nicht sein, dass sich Einzelpersonen mit unseren Gebührengeldern den Glotzen-Ruhm einhandeln und sich dann meistbietend hinter dem Rücken der Wahrheit verkaufen. Das ist Vertrauensbruch par excellence.

Die Anstalten sind ja auch sonst nicht so knauserig, wenn es um die Verschwendung von Gebührengeldern geht. Werden die Sprecher zu schlecht bezahlt? Oder bekommen die einfach das Rohr nicht voll?

Lesen Sie die Story hier:

Das NDR-Medienmagazin „Zapp“ hatte über Nebenverdienste prominenter Fernsehmoderatoren wie Buhrow oder ZDF-Mitarbeitern wie Claus Kleber, Peter Hahne und Anja Kohl berichtet. „Zapp“ zufolge zahlte etwa die Sektkellerei Henkell für einen Auftritt Buhrows beim „49. Henkell & Söhnlein Forum“ mehr als 10.000 Euro. Buhrow befragte dort den SPD-Politiker Kurt Beck. Für einen Auftritt beim „Kapitalmarkt Forum“, das wegen der Finanzkrise abgesagt wurde, sollte die Deutsche Bank ursprünglich 20.000 Euro zahlen

http://www.welt.de/vermischtes/article3961643/Tom-Buhrow-kriegt-Schelte-wegen-Nebentaetigkeit.html

Video: http://www3.ndr.de/flash/zapp/interactivePlayer.html?xml=zappsendung116-interactiveBroadcasts.xml&sr=zapp

PS. Haben die Kurt Beck auch bezahlt?

Die Banken haben nichts gelernt

UPDATE3 23.10.09 Sehr fundiert hierzu Dieter Wermuth in der “Zeit” http://blog.zeit.de/herdentrieb/2009/09/22/schon-wieder-neue-blasen_1069

UPDATE2: http://www.welt.de/finanzen/article3879875/Die-naechste-Blase-an-den-Finanzmaerkten-entsteht.html

UPDATE Siehe auch http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/MONEY-boerse/money-boerse-der-irre-zock-mit-dem-erdoel_aid_405598.html

“Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Leute sollen wieder lernen zu arbeiten, statt auf öffentliche Rechnung zu leben.”

Große Worte, absolut aktuell – und doch sind sie schon mehr als 2000 Jahre alt. Der römische Politiker und Philosoph Marcus Tullius Cicero sagte sie einst, im Jahre 55 vor Christus.

Wenn man in den letzten Wochen an der Börse dabei war, traute man seinen Augen kaum. Kursanstiege von 30,40,50%, und das mitten in der Krise? Wie kommt’s?

Erst ein genauerer Blick enthüllt, worum es geht. Die Umsätze an den Börsen sind gering – um bis zu 40% geringer als vor einem Jahr. Das heißt, an der Börse agieren nur die Profis, und von denen auch (noch) nicht alle.

Da stellt sich die Frage, wer da Aktien kauft – und die Antwort ist recht simpel: Die Banken. Warum? Nun, es gilt Bilanzen aufzubessern. Giftpapiere müssen versteckt werden. Und von der EZB gibt es (unsinniger Weise) Geld zum (fast) Nulltarif.

Also kaufen die Banken Aktien auf Pump mit dem billigen Zentralbankgeld – obwohl sie den Mittelstand damit finanzieren müssten – etwas, was man als Privatmann niemals, aber wirklich niemals tut. Man kauft keine Aktien auf Pump. Niemals. Immer, wenn das der Fall war, war die Börse überhitzt und stand kurz vor dem Crash.

Und nun tun sie es wieder.

Es ist kein Geheimnis, dass auch andere an das billige Staatsgeld wollen – so ist der Ölpreis schon wieder bei knapp 70$ angekommen. Vor ein paar Wochen waren es noch 40. Und die Richtung ist klar nach oben, denn das viele Geld auf dem Markt muss weg.

Das alles ist der Beginn einer gigantischen Staatsgeld-Blase an den Finanzmärkten. Irgendwann wollen die Zentralbanken ihr Geld zurück und die Banken müssen verkaufen. Haben sie Glück, sind Privatanleger und Fonds da und halten die Kurse hoch. Sind diese jedoch nicht bereit zu investieren, bricht der Markt erneut ein.

Der Staat hat mit den ganzen Rettungspaketen, genauso wie die EZB mit der zu lockeren Geldpolitik, die Büchse der Pandora geöffnet und es wird schwierig sein, diese wieder zu schließen. Noch haben wir die Entlassungen und Pleiten durch Kurzarbeit hinausgezögert. Doch auch das währt nicht ewig. Die Marktbereinigung ist erst am Anfang. Viele weitere Unternehmen werden GM, Chrysler und Arcandor folgen müssen.

In dieser Lage finde ich es vollkommen unverantwortlich, dass die staatliche Bankenaufsicht nicht funktioniert und man schon wieder eine Blase an den Finanzmärkten zulässt, nur um eine Wahl nicht zu verlieren. Das wird uns alle noch teuer zu stehen kommen.

UPDATE: Siehe auch http://www.welt.de/wirtschaft/article3863059/Ackermann-warnt-vor-noch-laengerer-Krise.html

Schöne, neue HD-Welt

Eigentlich ist es ja Zeit, auf HD-Video umzusteigen. Jeder einigermaßen aktuelle LCD-Fernseher und PC-Monitor kann mittlerweile Full-HD Video darstellen. Auch die Camcorder der 1000 Euro Preisklasse beherrschen mittlerweite das HD-Format.

Nun brauche ich aber für unsere Veranstaltungen ein robustes Gerät – mit Saaltoneinspeisung, wenn möglich. Weiterhin sollte die Kamera streamen können. Diese Features fand ich dann auch in einer Panasonic AG-HMC71E, die wir günstig auch kauften. (Liste bei Erscheinen 2008: 2200€)

Das Gerät nimmt auch tolle Videos in HD-Qualität auf und, was mir wichtig war, auf SD-Karte. Dem stundenlangen Spulen auf mini-DV-Bändern und dem ekelhaften Einlesen der Videos trauert nun wirklich niemand nach. Auf eine 8 Gigabyte SD-Karte für (derzeit) 16 Euro passen dann je nach Auflösung 80 Minuten bis drei Stunden Video. Spätere 16,32,64 GB Karten werden noch viel mehr ermöglichen.

Nun zu den Schattenseiten. Der Camcorder nimmt im AVCHD-Format auf – ein komprimierendes mpeg4-Format, welches auch Festplattencamcorder nutzen. Wenn ich nun ein Video aufnehme, kann ich es von der SD-Karte per Camcorder-Eigener Software von der Kamera ziehen.

Praktischer aber ist es, die fertigen Dateien von der SD-Karte als Dateien direkt in das Schnittprogramm zu ziehen, schließlich hat ja beinahe jedes moderne Notebook einen SD-Card-Reader.

Auch das klappt – Allerdings versteckt das Gerät die Dateien gut im Filesystem der Karte. Da muss man lange suchen. Was man dann bekommt, sind .mts-Dateien. Die kann ein Windows Mediaplayer 11 sogar abspielen.

Wenn man jedoch versucht, diese Dateien in ein Schnittprogramm zu importieren, wird es schon schwieriger. Programme vor 2008 gehen gar nicht und einige Profiprogramme bis heute nicht. Ich benutze das vielgelobte „Magic Video“ in der Plus-Version von 2008, welches laut Verpackung auch HD-Video kann.

Denkste. Um AVCHD-Dateien importieren zu können, muss man zunächst zwei Plugins bei Magix freischalten, das Dolby-Stereo und das mpeg4-Plugin. Das letzere ist kostenpflichtig, aber mit 5 Euro günstig.

Die Firma Magix macht es dem geneigten Video-Filmer aber mehr als schwer, an dieses Plugin zu kommen. Man muss sich registrieren und sogar die Handynummer preisgeben, weil der Bankeinzug angeblich nicht ohne SMS-Verifikation auskommt. So ein Blödsinn. Hier werden lediglich Adressen und Handynummern gesammelt und wahrscheinlich weiter gedealt. So kommt mir es jedenfalls vor.

Nach drei Versuchen hatte ich dann endlich das begehrte Plugin und kann nun tatsächlich .mts-Dateien in Magix importieren und dort bearbeiten. Auf Wunsch kann man die Dateien auch beim Import für das Netz herunterrechnen lassen.

Problem eins also gelöst. Doch nun fingen die Schwierigkeiten erst richtig an.

Der Camcorder hat einen HDMI-Ausgang. Schön. Nur gibt es bis dato kein Notebook mit HDMI-Eingang! Für stationäre PCs gibt es auf dem Markt genau eine PCI-Express-Karte mit HDMI-In. (Black Magic INTENSITY-PRO) für 250 US-Dollar. Die Fima Matrox biete eine Box für knapp 400 Euro an. (http://www.matrox.com/video/en/products/mxo2_mini/)  Professionelle Boxen kosten mehrere tausend Euro.

Für Notebooks gibt es keine PC-Express-Karte mit HDMI-Eingang. Die Begründung dafür ist so einfach wie blöd: HDMI wird bevorzugt von der Filmindustrie verwendet, weil darin eine Kopiersicherung eingebaut ist.

Wie soll ich jetzt aber das Bild für meinen Livestream aus dem Camcorder in das Notebook bekommen? Firewire hat der Camcorder nicht, dafür das Notebook. USB hat der Camcorder zwar, aber er kann damit nur die Speicherkarte auslesen und Bilder übertragen.

Also hilft nur der (absurde!) Weg über den composite-Ausgang des Camcorders mittels eines USB Video Grabbers am USB2.0 in das Notebook. Das funktioniert sogar.

Leider kann mein Notebook aber den Ton vom USB-Gerät nicht abgreifen. Das liegt daran, dass Windows Vista nur „zertifizierte“ Treiber in den Audio-Einstellungen des Betriebssystems zulässt. Grund hierfür ist derselbe wie oben: Aus vorauseilendem Gehorsam verweigert das Betriebssystem aus „Kopierschutz“-Gründen dem Treiber, aus MEINEM Camcorder MEINEN Ton in MEINEN Rechner zu bringen!

Zum Glück kann man den Treiber entfernen und durch einen anderen USB-Audio-Treiber ersetzen. Dafür muss man das Audio-Device im Gerätemanager deinstallieren und bei der Neuinstallation den Standard-Windows-USB-Audio Treiber benutzen.

Und nun kann ich auf SD-Karte aufnehmen und gleichzeitig den Stream bedienen. Allerdings völlig sinnlos über den Umweg analog. Die Qualität ist gut genug. Doch eigentlich hätte die Kamera ja auch USB-Streamen können…

Liebe Hersteller: Warum bringt ihr Produkte auf den Markt, die Standards haben, für die es (noch) keinen Zubehör gibt?

Liebe Hardware-Hersteller: Warum lasst ihr euch von einer geldgeilen Filmindustrie so beeinflussen, dass man mit eurer teuren Hardware eben NICHT das machen kann, wofür sie gedacht ist?

Zu guter letzt: Hier ein Video für alle Bastler, die Full-HD-Video auf der Festplatte per HDMI haben wollen: http://www.vimeo.com/4083139. Kostenpunkt ca. 600 Euro. Dafür hat man dann aber das volle Full-HD-Signal auf der Festplatte und kann damit arbeiten, wie die „großen Jungs“ in Hollywood auch.

Mein Rat für alle, die ein funktionierendes MiniDV/Firewire/USB-System haben: Nicht neu kaufen und abwarten, bis sich die neuen Standards etabliert haben. Es sei denn, Sie besitzen ein Bastler-Gen…

Studie zur Zukunft der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie

Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft haben am 5. Dezember 2008 die Studie „Zukunft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie“ an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) übergeben.

Die Studie ist das erste Ergebnis eines Projektes, das vom Münchner Kreis, TNS Infratest, EICT und der Deutschen Telekom durchgeführt und von Siemens, VDE, SAP sowie dem BITKOM und dem BMWi unterstützt wurde. Sie nimmt im Rahmen des Nationalen-IT-Gipfelprozesses eine Standortbestimmung der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie vor und formuliert acht Botschaften für ein zukunftsfähiges Deutschland und konkrete Handlungsempfehlungen an Politik und Wirtschaft:

  • Überwindung digitaler Gräben: Verantwortungsvolle und kompetente Teilhabe an der Informationsgesellschaft der Zukunft.
  • Investitionen in moderne Infrastrukturen: Zukunftsfähige Netze für den Standort Deutschland.
  • Den demographischen Wandel begleiten: IKT fördert Unabhängigkeit Betreuung.
  • Mehr Lebensqualität zu Hause und unterwegs: Vernetzung und Konvergenz durchdringen unseren privaten Alltag der Zukunft.
  • Flexibilisierung und Effizienzsteigerung durch IKT: Neue Wertschöpfungssysteme in mobilen und digitalen Arbeitswelten der Zukunft.
  • Ressourceneffizienz durch IKT: Green IT und E-Energy sichern unsere Zukunft.
  • Embedded Systems als Wettbewerbsvorteil der deutschen Wirtschaft: Ausbau dieses Innovations- und Wachstumstreibers zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit.
  • (Re-)Aktivierung des Entrepreneurship: Unternehmertum als Innovationsmotor der deutschen IKT der Zukunft.

… Das rund 100-seitige Werk zeigt zentrale Handlungsfelder für die Entwicklung und den Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien auf.

Die Studie steht zum kostenlosen Download bereit unter: www.muenchner-kreis.de oder www.tns-infratest.com oder www.bmwi.de.

Quelle: TNS Infratest via http://www.doit-online.de/cms/do+it.themen/IT+%b6+Internet?detailid=7305&sd=1228987201

US-Banken verstaatlicht – und nun?

von Markus Lochmann

Die derzeitige Lage in den USA ruft in mir schlimme Erinnerungen hervor. Es ist fast wie 1991 in Finnland. Eine Wirtschaftskrise mündet in einer Finanzkrise – damals hervorgerufen durch zu laxe Kreditvergabe an Aktienspekulanten. Und nun eben die unregulierte Kreditvergabe an Immobilienerwerber in den USA. In Finnland ist von ehemals  sechs Geschäftsbanken genau EINE übrig geblieben. Die zentrale Sparkasse ging genauso Pleite wie die Genossenschaftsbank. Es gibt also keine Garantien. Keine.

Und was folgte aus der Bankenpleitewelle? Eine verrückte Zinsrally. Tageszinsen von 25%, 50%, in Schweden zeitweilig sogar 200% waren die Folge. 40% aller Unternehmen im Land waren pleite. Der Mittelstand, und damit auch unsere Familienunternehmen, wurden restlos zerstört.

Das kann in den USA auch passieren. Denn analog zu Skandinavien in den 90er Jahren hat die US-Wirtschaft in weiten Teilen die Umstrukturierung zur Informationsgesellschaft noch nicht vollzogen. Es gibt immer noch viele kleine Unternehmen, die mit alter Technik schlechte Qualität produzieren und auf globalen Märkten somit keine Chance hätten.

Die Amerikaner stecken in einer Zwickmühle: Einerseits brauchen sie die Bereinigung in den eigenen Unternehmen, andererseits zwingt sie diese Bereinigung vielleicht so tief in die Knie, dass sie umfallen. Dann wäre die gesamte Weltwirtschaft von einer riesigen Rezession bedroht.

Was tun? Die andauernde Verstaatlichung von pleite gehenden Banken ist keine Lösung, denn wie soll der Staat denn diese Banken mit ihren immensen Verbindlichkeiten denn in Zukunft managen? Er hat dafür weder die Mittel, noch das Personal. Oder glaubt tatsächlich jemand, dass Bürokraten Gelder besser verwalten als gestandene Banker? Mir kommt diese ganze FED-Aktion vor wie eine Panikreaktion. Man wusste halt nicht mehr, was man noch machen könnte.

Also wird der US-Staat wohl die Banken in einer Art riesigen Junk-Bond-Gesellschaft abwickeln müssen. Übersetzt hieße das wohl Müll-Kredit. Also doch eine ComPost Bank, hahaha. Wenn’s nur nicht so ernst wäre… Denn die Abwicklung der US-Verbindlichkeiten trifft über kurz oder lang auch uns. Und man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass auch bei uns das eine oder andere Kreditinstitut wackeln könnte.

Nun ist es in Finnland dank Nokia zu einem neuen Wirtschaftswunder gekommen. Doch welche Technologie wäre stark genug, um eine rezessive US-Wirtschaft zu retten?

BMW zockt Deutsche ab

Der neue BMW M3 als Cabriolet kostet in den USA $65,725 (http://blogs.cars.com/kickingtires/2008/03/m3-convertible.html#more) das sind bei einem Dollarkurs von derzeit 1,55 Dollar/Euro 42403 Euro. Dasselbe Auto kostet in Deutschland laut BMW Preisliste netto 62142 Euro. Differenz: 19739 Euro. Oder: 46,33%. Das soll mir mal jemand von BMW erklären.

Nokia hat Marktanteil von über 40%

Nur, um mal klar zu machen, wen Rüttgers da hat gehen lassen…

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Nokia hat Marktanteil von über 40% im weltweiten Handygeschäft

(aus Helsingin Sanomat 27.2.2008) Nokia hat im letzten Quartal 2007 seine Marktführerschaft ausgebaut und hat jetzt einen Marktanteil von Weltweit 40,4%. Im Kommen ist auch Samsung mit 13,4%. Motorola hat die Hälfte seiner Marktanteile verloren und landet jetzt bei 11,9%. Sony-Ericson folgte mit 9% und LG mit 7,1%.

Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner wurden im vierten Quartal 2007 330,1 Millionen Handys verkauft. Das sind bis zu 3,6 Millionen Telefone am Tag. Alleine Nokia verkaufte bis zu 1,5 Millionen Handys am Tag.

Der weltweite Markt für Mobiltelefone wuchs im vergangenen Jahr um 16% und es wurden im Jahr 2007 über eine Milliarde(!) Handys verkauft.