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Politisch

Weg

Zur Politik kam ich über einen interessanten Umweg: 2003 standen an der Universität Stuttgart große Änderungen bevor, mit denen viele meiner Kommilitonen und auch ich nicht einverstanden sein konnten. Es ging um die Schließung zahlreicher Institute, unter denen sich auch das Institut befand, an dem ich damals studierte. Dies trotz guten Abschneidens in diversen Rankings. Ich begriff schnell, dass der einzige Weg, etwas zu bewegen, weniger über Sitzstreiks oder Demonstrationen führt, sondern über die Politik. Ein Kommilitone sprach mich an und fragte mich, ob ich nicht bei der Liberalen Hochschulgruppe mitmachen möchte. Ich wurde im selben Jahr Vorsitzender der LHG an der Universität Stuttgart und begann zeitgleich, mich auch auf Landesebene zu betätigen und übernahm das Amt eines stellvertr. Landesvorsitzenden. 2004 wurde ich Vorsitzender des Landesverbands Liberaler Hochschulgruppen Baden-Württemberg (LHG-BW), dem liberalen Studentenverband im Land. Die Arbeit in der LHG macht mir bis heute große Freude. Nicht zuletzt, weil ich im Laufe der letzten Jahre gesehen habe, dass jeder Bürger etwas bewegen kann, wenn er sich nur politisch engagiert.

Amt

Durch meine Tätigkeit bei der LHG wurde ich zudem in den Landesvorstand der FDP berufen, dem ich seit 2004 ohne Unterbrechung angehöre, bin Mitglied im Bezirksvorstand der FDP Region Stuttgart, wurde 2007 Pressesprecher des FDP Kreisverbands Ludwigsburg und bin Vorstandsmitglied im FDP Ortsverband Strohgäu und somit auf allen politischen Ebenen der Landes-FDP aktiv. Darüberhinaus engagiere ich mich ehrenamtlich in der Erwachsenenbildung bei Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und Reinhold-Maier-Stiftung, wo ich als Referent tätig bin.

Arbeit

Frisch im Amt als Landesvorsitzender der LHG 2004 wurde ich von einer Freundin gefragt, was ich denke, was ich auf der politischen Bühne bewegen könnte. Ich war unsicher und wusste keine rechte Antwort. Heute ich bin Kandidat der FDP im Wahlkreis Ludwigsburg (265) zur Bundestagswahl am 27. September. Fünf Jahre später habe ich eine deutliche Antwort:

  • Ich habe in den letzten Jahren programmatisch mitgearbeitet am Leitantrag zum Dreikönigsparteitag 2007 „Integration macht Baden-Württemberg erfolgreich!“, in der Arbeitsgruppe um Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll.
  • Der Beschluss des FDP-Landesvorstands zu Wahlgeräten von 2007 stammt im Wortlaut von mir. Die Stimmabgabe mit Wahlgeräten ist ja immer wieder aktuell. In einigen Bundesländern wurden diese bei den letzten Bundestagswahlen, anstatt Wahlzetteln, eingesetzt. Aber Wahlgeräte sind nunmal einfach nicht sicher. Wahlen lassen sich manipulieren. Daher lehnt die Bürgerrechtspartei FDP dererlei Technologien ab.
  • Ich war desweiteren tätig in der Arbeitsgruppe „Studiengebühren“ der FDP/DVP-Landtagsfraktion, die einen Antrag dazu beim Landesparteitag in Mannheim 2008 einbrachte. Studiengebühren, ein Thema, das mich als Hochschulpolitiker natürlich massiv umtreibt. Ich möchte das Fass Studiengebühren jetzt nicht aufmachen, da es den Rahmen sprengen würde. Ich möchte nur anmerken, dass die Verwendung der Studiengebühren nicht ganz so funktioniert, wie von der Politik gedacht. Wir erinnern uns: Die Universitäten Ulm und Freiburg wollten die neuen Einnahmen für die gestiegenen Heizkosten aufwenden. Verwendung der Studiengebühren für die Lehre sieht in meinen Augen ganz anders aus.
  • Der Anstoß, einem Studenten, der während des Semesters am Studieren gehindert wird, wie etwa durch eine Erkrankung, anteilsmäßig seine Studiengebühren zurückzuerstatten, kam von mir und findet sich nun im Zweiten Gesetz zur Umsetzung der Föderalismusreform im Hochschulbereich (ZHFRUG).
  • Das aktuellste Projekt, an dem ich mitgearbeitet habe, war ein Antrag zum berufsbegleitenden Schulleiterstudium, das vom FDP-Landesvorstand in seiner letzten Sitzung einstimmig angenommen worden in. Die internationale Schulforschung hat vielfach nachgewiesen, dass die pädagogische und organisatorische Steuerung von Schulen durch die Schulleitung ein entscheidender Faktor für die Qualität und den Erfolg von Schule ist. Schulleitungshandeln hat starke Auswirkungen auf die Schulkultur und die Einstellungen der Lehrkräfte. Dies wirkt sich bis in die einzelne Unterrichtsstunde und das Erziehungshandeln der Lehrkräfte aus. Qualitätsentwicklung ist daher eng mit Schulleitung verbunden. Die Aufgaben eines Schulleiters sind heute so komplex, dass der Studiengang Schulleitung kommen muss. Kommende Schulleiter müssen auf ihre Aufgaben vorbereitet werden, um im Sinne der Schüler agieren zu können. Wir erwarten durch Einführung des Studiengangs eine massive Verbesserung des Schulmanagements und der Qualität unserer Schulen.

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