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Mannheim – Rückblick zum Helene Hecht Preis 2012 – Gleichberechtigung als Grundidee für Förderpreis

Aus der Presse | 22. Februar 2012

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www.mrn-news.de – 22.02.2012

Mannheim / Metropolregion Rheinneckar – Der Frauenkulturrat, der sich für die Gleichstellung von Frauen im kulturellen Leben Mannheims einsetzt, erhielt durch die Aufnahme von Janina Klabes und Beril Yilmam zwei neue Expertinnen, die sich nicht nur beruflich mit dem Thema Musik auseinandersetzen: Klabes, die als Clustermanagerin der Musikwirtschaft Mannheim unter anderem daran arbeitet, musikalische Fachkräfte und wirtschaftliche Kompetenzen in der Region zu halten, kennt die Nöte und Bedürfnisse als Musikerin aus erster Hand. Gemeinsam mit Yilmam, die als Beauftragte für Musik- und Popkultur die Jugend und Nachwuchsförderung in Blick hat, konzipierte sie den diesjährigen Helene Hecht Preis. Dieser wird alle zwei Jahren in wechselnden Kategorien verliehen, und das Thema für 2012 lautete: Populäre Musik. – v.l. n.r. Elena Maier, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Angie Taylor, Marie-Luise Dingler

Am Abend des 17. Januar konnten im Studio Werkhaus des Nationaltheater Mannheim die Siegerinnen nicht nur ihre mit insgesamt 3 000 Euro dotierten Preise entgegen nehmen, sie konnten dem Publikum auch kurze Auszüge aus ihrem jeweiligen musikalischen Schaffen bieten. Die Gäste aus Politik und Verwaltung, unter anderem die Bundestagsabgeordneten Dr. Birgit Reinemund (FDP) und Stefan Rebmann (SPD) sowie die Landtagsabgeordnete und Stadträtin Helen Heberer, Stadträtinnen und Stadträte Natascha Werning (Grüne), Gerhard Fontagnier (Grüne), Ralf Eisenhauer (SPD) und Ulrich Schäfer (SPD) waren ebenso begeistert von der Stimmung der Preisverleihung wie die Musikerinnen selbst. Auch waren die Sponsoren der Jüdischen Gemeinde mit ihrer 1. Vorsitzenden Schoschana Maitek-Drzevitzky, die Naphtali-Epstein-Fördergesellschaft mit ihrem Präsidenten Andreas Huber, sowie das Kulturbüros der Metropolregion Rhein-Neckar mit ihrem Leiter Thomas Kraus anwesend. Der FrauenKulturRat wurde unter anderem durch die Unternehmerin und Vize-Präsidentin der IHK, Barbara Waldkirch vertreten.

Ursprünglich sollten in zwei Kategorien Gewinnerinnen ermittelt werden, letztlich konnte der Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz drei Frauen zum Preis gratulieren. Neben der Bassistin Angie Taylor als “Ausübende Künstlerin” erhielt Violinistin Marie-Luise Dingler aus Mannheim die Auszeichnung für ihr musikpädagogisches Engagement. Die Komponistin Elena Maier aus Ludwigshafen erhielt einen Sonderpreis, denn obwohl die Kategorie Filmmusik ursprünglich nicht angedacht war, faszinierte die Absolventin des Studiengangs Filmmusik die Jury mit ihrer Komposition.

Der Helene-Hecht-Preis, der nach der Mäzenin und Gründerin der Musikhochschule benannt wurde, zeigt weibliche Vorbilder und durchbricht die Rollenerwartung der„männlichen Band mit Frontfrau“.

Das RWB-ERFE geförderte Clustermanagement Musikwirtschaft begleitete den Helene Hecht Preis organisatorisch von der Planung der Ausschreibung bis zur Umsetzung der Preisverleihung. „Das Potential der Musikerinnen und weiblichen Akteure in Mannheim und der Region ist immens. Die Unterstützung dieses Preise und das Netzwerk der verschiedene Institutionen wie dem Frauenbüro und der Popförderung Mannheim sollte Frauen das Gefühl geben, auf ein kompetentes Netzwerk zugreifen zu kennen. Die Vielzahl und Qualität der Bewerbungen und natürlich die Leistungen der Gewinnerinnen zeigen, das dieser Ansatz in Mannheim funktioniert.“ so Clustermanagerin Janina Klabes.

Auch nach der Preisverleihung engagiert sich das Clustermanagement im Sinne der Nachhaltigkeit der Region: Die Gründung eines Interessenverband der regionalen Spielstättenbetreiber soll hiesigen Clubbetreiber bessere gemeinsame Handlungsoptionen ermöglichen. Die Veranstaltung des Entrepreneurship Clubs am 6. März hat den Ansatz, junge Kreative mit Investoren und Unternehmer zusammenzubringen. Und eine Vielzahl von Messeauftritten im gesamten Bundesgebiet soll die Außenwirkung Mannheims als Musik- und Wirtschaftsstandort stärken.

Weitere Informationen über Tätigkeiten des Clustermanagements Musikwirtschaft finden Sie unter: http://www.cm-musikwirtschaft.de

 

Breite Unterstützung für Gauck

Aus der Presse | 21. Februar 2012

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Bundespräsident: Politiker aus dem Gemeinderat loben Nominierung / Mehrere Mannheimer wählen mit

Von unserem Redaktionsmitglied Heiko Brohm – Mannheimer Morgen 21.02.2012

Sie haben die Kandidatenkür genauso mitverfolgt wie viele andere Deutschen auch: spät abends vor dem Fernseher oder eher zufällig während einer Autofahrt im Radio. Und das Votum von Mannheims Politikern zur Nominierung von Joachim Gauck fällt ebenfalls so aus, wie man es bei einem überparteilichen Kandidaten erwartet: ein wenig staatstragend und ungewohnt einhellig – mit einer Ausnahme.

War das ein Sieg für die FDP und eine große Niederlage für Angela Merkels CDU? Zu dieser Frage will am Tag nach der Vorstellung von Gauck keiner der Kommunalpolitiker viel sagen. “Die Nominierung von Joachim Gauck ist in dieser Situation das beste”, findet Claudius Kranz, Kreisvorsitzender der CDU. Natürlich könne man nun darüber mutmaßen, ob hier der Schwanz mit dem Hund gewedelt habe – schließlich setzte sich die FDP gegen die CDU durch. “Aber es zeugt doch von persönlicher Größe, dass Kanzlerin Merkel über den eigenen Schatten gesprungen ist.” Schließlich habe sie eine parteiübergreifende Lösung ja selbst ins Spiel gebracht. Zudem hätten weite Teile der CDU-Anhänger auch vor zwei Jahren schon Gauck als einen interessanten Kandidaten gesehen, darum sei seine Nominierung nun ein “logischer und sinnvoller Schritt”. Hätte Merkel auf ihrem Nein beharrt und hätte die CDU dann einen eigenen Kandidaten aufgestellt, “dann hätte das der Politik, dem Amt und der CDU am Ende mehr geschadet”, so Kranz.

“Hätten uns eine Frau gewünscht”

Da gibt es von Ralf Eisenhauer, Fraktionschef der SPD im Gemeinderat, keinen Widerspruch. Er empfinde gar keine Genugtuung, dass nun mit Joachim Gauck wohl doch noch der Mann Bundespräsident wird, den SPD und Grüne schon 2010 vorgeschlagen hatten. “Am Ende ist doch wichtig, dass wir unabhängig von politischer Taktik einen sehr guten, parteiübergreifenden Kandidaten haben.” Er freue sich darum sehr über die Entscheidung aus Berlin. Von einem Bundespräsidenten Joachim Gauck erwartet sich Eisenhauer durchaus Widerspruch, “auch für die SPD und alle anderen Parteien”. Denn das sei eben der Vorteil eines unabhängigen Mannes im höchsten Staatsamt. Und er hofft, dass Gauck bei der Weiterentwicklung der repräsentativen Demokratie helfe.

Natürlich, auch Gabriele Thirion-Brenneisen ist zufrieden mit der Entscheidung, nur ein Wunsch, der bleibt unerfüllt: “Wir hätten uns gefreut, wenn es mal eine Frau geworden wäre.” Davon abgesehen aber hält auch sie Gauck für den Richtigen. Überdies sei es ein gutes Zeichen, “dass sich die Politik auch noch einigen kann, wenn es mal brenzlig wird”. Niemand wolle das Amt des Bundespräsidenten beschädigen, die Verständigung über Parteigrenzen hält sie darum für dringend nötig – “was wäre denn die Alternative gewesen?”

Freude ja – aber Grund zum Siegerjubel will Birgit Reinemund partout nicht sehen. Die FDP-Bundestagsabgeordnete findet Gauck einfach einen “hervorragenden Kandidaten”. Und das Kräftemessen zwischen CDU und FDP? “Als eine Machtprobe würde ich das gar nicht bezeichnen”, sagt Reinemund. “Wir als FDP haben uns klar positioniert, nachdem Angela Merkel den Weg zu einem Konsenskandidaten vorgegeben hatte.” Joachim Gaucks Kernthema, das sei eben die Freiheit, “und das liegt uns ja auch nicht fern”.

Kritik von den Linken

Kritik an der Nominierung gibt es nur von einer im Bundestag und im Mannheimer Gemeinderat vertretenen Partei, von der Linken. Er halte Gauck nicht für geeignet, sagt Stadtrat Thomas Trüper. Nicht wegen seiner Arbeit in der Stasi-Unterlagenbehörde, “sondern wegen seiner sehr konservativen Einstellung”.

Bei der Wahl von Joachim Gauck durch die Bundesversammlung werden auch mehrere Mannheimer dabei sein: Auf jeden Fall geben die fünf Bundestagsabgeordneten Egon Jüttner (CDU), Stefan Rebmann (SPD), Gerhard Schick (Grüne), Birgit Reinemund (FDP) und Michael Schlecht (Linke) ihre Stimme ab. Zudem können die Parteien im Land weitere Wahlmänner und -frauen berufen.

 

40 Millionen vom Land

Aus der Presse | 20. Februar 2012

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Gewerbeschauen: Grüne sehen Stadt in der Pflicht

Mannheimer Morgen, 20.02.2012

In der Diskussion um die nicht mehr mit Landesmitteln bezuschussten Gewerbeschauen (wir berichteten) melden sich nun auch die Mannheimer Grünen zu Wort. Ihr Landtagsabgeordneter und Stadtrat Wolfgang Raufelder erklärte, die Förderung sei “nicht Aufgabe des Landes, sondern der kommunalen Wirtschaftsförderung und des kommunalen Marketings”. Die Städte und Gemeinden erhielten ab diesem Jahr von der grün-roten Landesregierung zusätzlich 40 Millionen Euro zur freien Verfügung, ihnen sei es damit möglich, die Schauen zu unterstützen. Damit könnten sich nun kleine und mittelständische Handels-, Handwerks- und Gewerbebetriebe auch weiterhin mit Hilfe der örtliche Gewerbevereine in ihrem unmittelbaren Umfeld präsentieren.

Raufelder reagierte damit auf die massive Kritik nicht nur aus den Reihen des Mittelstands, so hatten der Bund der Selbstständigen (BDS), aber auch die FDP der Landesregierung eine “mittelstandsfeindliche” Politik vorgeworfen. “Die Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen liegt uns besonders am Herzen”, hielt Raufelder jetzt dagegen. scho

 

Rathaus verschickt heute Fragebögen

Aus der Presse | 17. Februar 2012

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Umfrage: Verwaltung will von 6500 Mannheimern wissen, wie sicher sie sich in der Stadt fühlen / Politiker kritisieren Projekt

Von unserem Redaktionsmitglied Timo Schmidhuber – Mannheimer Morgen, 17.02.2012

Das Rathaus wird heute an 6500 zufällig ausgewählte Mannheimer die Bögen für die Sicherheitsbefragung verschicken. Bei der Sitzung des zuständigen Gemeinderatsausschusses gab es von Grünen, FDP und SPD gestern allerdings deutliche Kritik an dem Projekt. Die Fraktionen fühlten sich überrollt und hätten sich mehr Mitsprache gewünscht – so manche Frage halten sie für problematisch. Bürgermeister Christian Specht verwies darauf, dass die Erhebung von einem renommierten Institut konzipiert worden sei. Die Fragen seien nötig, um tatsächlich etwas über das subjektive Sicherheitsempfinden der Mannheimer zu erfahren.

Das Institut für Kriminologie der Uni Heidelberg hat den neunseitigen Bogen erarbeitet, der bereits in vielen anderen Städten eingesetzt wurde. Er fragt nach der Furcht vor Straftaten, will von den Bürgern aber auch wissen, was sie in ihrem Stadtbezirk als Problem ansehen. Unter den vorgegebenen Antworten sind “Drogenabhängige”, “undiszipliniert fahrende Autofahrer” oder “Müll in den Straßen oder Grünanlagen” genauso genannt wie “Viele Ausländer/Asylbewerber” und “Sich langweilende und nichtstuende Jugendliche”.

Gerade die letzten beiden Punkte sorgten für viel Kritik. Stadtrat Ulrich Schäfer (SPD) sagte nicht ohne Ironie, er könne nicht verstehen, warum nichtstuende Jugendliche ein Problem darstellen sollten. Sein Kollege Volker Beisel (FDP) störte sich enorm daran, dass Ausländer und Asylbewerber als Problem bezeichnet werden. Ein Punkt, dem sich Sedat Korkmaz, der Vertreter des Migrationsbeirates im Ausschuss, anschloss: “Das halte ich für schwierig und bedenklich.” Den Aufbau des Bogens kritisierte dagegen Mathias Meder (Grüne): Zuerst würden alle möglichen Probleme abgefragt, und erst viel später gehe es um eine offene Bewertung der Lebensqualität im Stadtbezirk. “Damit wird bereits eine Tendenz vorgegeben.” Außerdem hätte er sich gewünscht, “dass der Fragebogen so zeitnah im Ausschuss behandelt wird, dass man noch Einfluss darauf hat”. Peter Pfanz-Sponagel (CDU) fragte sich, warum die Kritikpunkte nicht vorher aufgefallen seien, wo doch andere Städte die Unterlagen auch schon genutzt hätten.

Bürgermeister Specht betonte, dass dies ein standardisierter Bogen sei. Um etwas über das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger zu erfahren, seien solche Fragen nötig. Man wolle herausfinden, wie die Bürger die Situation wahrnehmen. “Die Erhebung hilft uns bei der Frage: Machen wir beim Thema Sicherheit das Richtige, und tun wir es effizient.” Auch für die Debatte um die Zukunft des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) sei sie wichtig.

 

 

Schon 7000 Familienpässe beantragt

Aus der Presse | 16. Februar 2012

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Soziales: Angebot der Stadt besteht seit zehn Jahren / Beantragung und Ausgabe funktionieren laut Bürgermeister problemlos

Von unserem Redaktionsmitglied Fabian Busch – Mannheimer Morgen, 16.02.2012

Seine Mutter überlegt noch, da platzt es schon aus Cedric heraus. “Die Adler und die Freibäder”, antwortet der Junge auf die Frage, welche Gutscheine des Familienpasses er am liebsten mag. Bei einem Spiel der Adler bekommt er ermäßigten Eintritt und sechs Mal kann seine Familie in diesem Sommer umsonst die städtischen Freibäder besuchen. Ihren Pass bekamen Cedric Fässler, sein Bruder Finley und seine Mutter Katja gestern im Bürgeramt in K 7 von Bildungsbürgermeisterin Ulrike Freundlieb überreicht, die dabei das diesjährige Angebot der Öffentlichkeit vorstellte.

Der Pass richtet sich an in der Stadt wohnende Familien und besteht aus einem Heft mit zahlreichen Gutscheinen und Vergünstigungen für verschiedene Freizeitangebote. Zahlen, die die Bürgermeister Freundlieb und Christian Specht gestern präsentierten, sprechen für eine gestiegene Nachfrage in diesem Jahr. Schon rund 7000 Familienpässe wurden bis jetzt bei den Bürgerämtern beantragt, zu Beginn des vergangenen Jahres hatten die Mitarbeiter dort nur rund 2000 Stück ausgegeben.

Ein politischer Zankapfel

In den meisten Jahren hatten die Ämter um die 17 000 Exemplare verteilt, 2010 und 2011 war die Nachfrage dann aber deutlich zurückgegangen, weil es nach politischen Streitereien im Gemeinderat Anfang 2010 vier Monate lang überhaupt keinen Pass gab. Die Verwaltung geht aber nicht davon aus, dass jetzt nur das normale Niveau wieder erreicht wird. Bürgermeisterin Freundlieb nannte gestern die Gesamtzahl von 20 000 ausgegeben Pässen als Zielmarke für dieses Jahr.

Der Familienpass wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Und die Bürgermeister sparten gestern nicht mit Lob für das Geburtstagskind. “Wir freuen uns, dass es so reibungslos läuft”, sagte Ordnungsdezernent Specht, der für die Bürgerdienste verantwortlich ist. “Beantragung und Ausgabe funktionieren ohne Probleme.” Freundlieb hatte besonders die sozialen Aspekte des Angebots im Blick. “Das ist eine sozialpolitische Marke der Stadt, die sich etabliert hat”, so Freundlieb.

Dabei ist der Familienpass auch ein Mannheimer Politikum: Die Parteien haben auf verschiedene Weise daran mitgearbeitet. Eigentlich sind alle vom Konzept überzeugt – und sich trotzdem höchst uneinig, wie genau das Angebot eigentlich aussehen soll. Ursprünglich hat die CDU den Familienpass 2002 aus der Taufe gehoben – als Angebot für alle Familien, unabhängig von deren Einkommen. SPD, Grüne und Linke haben das Gutscheinheft 2010 um den Familienpass Plus erweitert. Diesen können nur Kinder beziehen, deren Eltern Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Leistungen zur Grundsicherung haben. Sie bekommen zum Beispiel zusätzliche Eintrittskarten für Museen und – als wichtigstes Angebot – ein vergünstigtes Maxx-Ticket für Busse und Bahnen in Mannheim.

CDU, FDP und Mannheimer Liste kritisieren diese Erweiterung, weil sie sich ihrer Meinung nach mit Angeboten des Bildungspakets des Bundes überschneidet – die Stadt also unnötig Geld ausgibt. 436 000 Euro sind im Haushalt für den Plus-Pass vorgesehen – zusätzlich zu den 440 000 Euro für das normale Angebot.

Bürgermeisterin Freundlieb dagegen verteidigte den Familienpass Plus gestern – vor allem mit dem Verweis auf die gestiegene Nachfrage: “Wir wollen damit die Mobilität der Kinder im Stadtgebiet erhöhen und außerdem ihre gesellschaftliche Teilhabe fördern. Das hat zweifellos schon sehr gut geklappt”, so Freundlieb. Die Mittel für das Maxx-Ticket sind bereits ausgeschöpft. Freundlieb sagte gestern, dass sie nun prüfen wolle, ob Haushaltsmittel für den normalen Familienpass zugunsten des Plus-Angebots umgeschichtet werden können. Zudem versucht die Stadt, Doppelungen zu vermeiden: Das Ticket sollen nur Kinder erhalten, die noch keinen Anspruch im Rahmen des Bildungspakets haben. Außerdem gibt es in diesem Jahr einen Gutschein für die Abendakademie weniger.