MdL Leo Grimm gratuliert Trossingens Ehrenbürger Ernst Pfister

Für die Karibik eingekleidet wurde Ernst Pfister (links) von seinem Nachfolger im Wahlkreis, Leo Grimm. Rechts Grimms Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro, Elfriede Franke.
TROSSINGEN - Mit einem Strahlen im noch karibikgebräunten Gesicht musterte Ernst Pfister die neueste zünftige Kollektion für die nächste Reise zum Sohn in Costa Rica. Sein Nachfolger im Wahlkreis, MdL Leo Grimm, hatte sie ihm aus Spaichingen mitgebracht. Auf diese originelle Weise gratulierte Grimm dem früheren Wirtschaftsminister, der 31 Jahre für die FDP im Landtag war, zur Ehrenbürgerschaft von Trossingen. Sein übriges Engagement als FDP-Fraktionsvorsitzender im Landtag, im Kreistag, als FDP-Kreisvorsitzender, als Stadtrat in Trossingen, seine Tätigkeit als Lehrer, sein Engagement als Harmonika-Präsident, die Leistungen als Sportler, sein durchaus abwechslungsreiches Leben als Trossinger in Trossingen, dies würdigten mehrere Redner im Dr.-Ernst-Hohner-Konzerthaus und vergaßen auch seine Frau Doris in ihrer Laudatio nicht. Bürgermeister Dr. Clemens Maier mit Überreichung der Urkunde und Pfisters nicht nur politischer einheimischer Weggefährte, Staatssekretär MdB Ernst Burgbacher, würdigten umfassend die Verdienste des Geehrten, der dieser Tage 65 Jahre alt geworden ist.
Leo Grimm bezeichnete Ernst Pfister als den Supertrossinger, mit dessen Ehrung sich gleichzeitig auch die Stadt Ehre antue. Ernst Pfister sei ein Mensch, der sich nie um Ehrungen bemüht habe. Ehrenmann zu sein, das sei ihm stets wichtiger gewesen. Viel schwieriger, als ein Held zu sein, denn das müsse nur einmal sein, ein Ehrenmann aber müsse man immer sein. Wenn der Begriff “bodenständig” auf einen Menschen zutreffe, dann auf ihn. Er sei ein guter Bürger dieser Stadt, denn er habe sich immer um sie gekümmert.
Wer aus Trossingen komme, müsse einfach den Ton angeben. Ernst Pfister hat neben seinem Beruf dies auf vielfache Weise getan. “Für einen Spaichinger wie mich war Ernst Pfister das liberale Gewissen in der Politik dieser Region und im Land. Ich war vor über einem Jahr stolz, zusammen mit Ernst Pfister auf zahllosen Wahlkampfterminen auftreten zu dürfen”, sagte Grimm und hob hervor, viel von ihm gelernt und als Freund gewonnen zu haben. Sie hätten sich vor einem Jahr im “Ochsenstüble” in Spaichingen wie kleine Kinder gefreut, als feststand, dass er das Erbe als Wahlkreisabgeordneter von Pfister nach dessen 31 Jahren übernehmen konnte. Soviel Glück habe Pfister beim ersten Mal ja leider nicht gehabt.
Spaßeshalber meinte Grimm, scheine Pfister die Hälfte der FDP-Prozente in seinem Koffer für die Reisen in die Karibik gepackt und mitgenommen zu haben. Denn wie sei sonst zu erklären, dass sich jetzt, da er wieder zurück sei, plötzlich die Umfragewerte verdoppelt hätten. Das Schöne daran sei doch, dass im Gegensatz zu anderen Parteien die FDP noch noch viel Spielraum nach oben habe. Grimm: “Glauben Sie mir, dafür steht auch Ernst Pfister: Wir werden dies nutzen, wir werden es schaffen”.
Der bodenständige Trossinger habe nie abgehoben, sei immer der unkomplizierte, gesellige Typ von nebenan gewesen, auf den man sich verlassen könne. In Trossingen und außerhalb, denn der heimische Kirchturm sei nie seine Grenze gewesen. Nun werde ein Ehrenmann Ehrenbürger dieser Stadt. Er, Grimm, freue sich als FDP-Mitglied und Abgeordneter dieser Region, der ihm nachfolgen durfte, dass mit Ernst Pfister ein Mensch ausgezeichnet wurde, der ein herausragendes Gesicht dieser FDP sei. In der Stadt, im Kreis und im Land. Ernst Pfister habe viele Leben ausprobiert und gelebt, nun habe er, wenigstens offiziell, seit einem Jahr das politische Leben hinter sich gelassen. Was bleibt, sei ein politisches Vermächtnis, das allen, die in der Politik tätig sein möchten, ernst nehmen sollten. Ernst Pfister sei aus der Kommunalpolitik aufgestiegen bis zum stellvertretenden Ministerpräsidenten. Der neue Ehrenbürger von Trossingen sei allen in der Politik ein seltenes Vorbild. Auch, wenn es darum gehe, mal Politik einfach Politik sein zu lassen. Seine vielen Talente und Interessen hätten ihm dabei geholfen. Jetzt im neuen Leben nach der Politik sei es Ernst Pfister sicher leicht gefallen, zu verzichten auf steife Etikette und Dienstwagen und Statussymbole. Er habe sich nie viel daraus gemacht. Mit dem neuen Anzug für die Karibik, welchen er ihm mitgebracht habe, könne er beim nächsten Besuch bei seinem Sohn in Costa Rica, wo dieser als Tourismusmanager arbeitet, seine vielfältigen Talente gleich im passenden Gewand ausprobieren. “Ich danke Dir für das Vertrauen und die Wertschätzung und die persönliche Freundschaft, die ich von Dir erfahren durfte”, schloss Leo Grimm seine Laudatio.