Leo Grimm fordert sofortigen Ausbau der Gäubahn

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Aktuelles | von — 11. Januar 2012

“Zweigleisig zwischen Horb und Tuttlingen ohne Wenn und Aber”

SPAICHINGEN – “Bei aller Liebe zu politischem Theater, die Gäubahn ist keine Frage von Glaube und Hoffnung”, stellt der FDP-Landtagsabgeordnete Leo Grimm fest. Anstatt die Bevölkerung ständig mit neuen nebulösen Erklärungen hinzuhalten, die sich als Wunschträume entpuppten, sollte endlich zur Sache gesprochen und gefordert werden. Deshalb müsse mit der seit 65 Jahren verschobenen Reparatur der Gäubahn noch im Jahr 2012 begonnen werden. Leo Grimm: “Ohne Wenn und Aber!” Reparatur heiße für ihn: Das von den Franzosen zwischen Horb und Tuttlingen abgebaute zweite Gleis müsse komplett ersetzt werden. Der Abgeordnete  wird entsprechende Forderungen an Bundesverkehrsministerium und Bahn stellen und hofft auf Unterstützung der Landesregierung. Denn, so Grimm,  alle müssten daran interessiert sein, mehr Menschen und Güter von überlasteten Straßen auf  die Schiene zu bekommen.

Der FDP-Abgeordnete weist auf die einstige wichtige Bedeutung der Magistrale Berlin-Süditalien hin. Er bedauere die Halbherzigkeit, mit der sowohl Regierungen von Bund und Land wie auch Volksvertreter bis heute mit der ungelösten Aufgabe dieses wichtigen überregionalen Problems der Verkehrsinfrastruktur umgingen. Anstatt Schienen auf den Boden zu legen, würden immer neue Wolken am Himmel herumgeschoben, um davon abzulenken, dass heute offenbar nicht mehr möglich sei, was einst wie selbstverständlich als Transportmittel für Menschen und Güter zwischen Nord und Süd gebaut worden ist.

“Seit Jahren beobachte ich, wie mit einer Art Salamitaktik die Gäubahn regelrecht zu Tode gerechnet und heruntergefahren wird”, hebt Grimm hervor und fügt hinzu: “Hier wird am falschen Ende gespart”. Im Zusammenhang mit Stuttgart 21 sei zurecht von Politikern darauf hingewiesen worden, dass das Land heute unrettbar rückständig wäre, wenn die Vorfahren im 19. Jahrhundert so gedacht hätten, wie sich heute manche Politiker bequem zurücklehnten, wenn es um die Gäubahn gehe. Leo Grimm: “Es ist unverantwortlich gegenüber unserer Region, wenn immer weniger schnelle Züge auf diese Strecke geschickt werden und dann festgestellt wird: Die Gäubahn lohnt sich nicht! Es ist unverantwortlich, wenn die Schweiz, was die Modernisierung dieser Strecke betrifft, ihre Hausaufgaben macht, auf deutscher Seite aber jedes Jahr neue Nebelkerzen gezündet werden, was Planung und Termin betrifft”.

Bund und Land, so Leo Grimm, seien in der Pflicht, in die Verkehrsinfrastruktur zu investieren, dass sie heutigen Anforderungen entspreche. Schon allein im Hinblick auf den zögerlichen und terminlich vertragswidrigen Ausbau der Rheintalbahn komme dieser Magistrale besondere Bedeutung zu. Für den zunehmenden Güterverkehr werde sie immer wichtiger, darauf wiesen auch Statistiken hin. Für den Personennah- und Fernverkehr sei eine zeitgemäße Gäubahn unerlässlich. Leo Grimm: “Zeitgemäß heißt für mich: zweigleisige Wiederherstellung der Bahn auf der ganzen Strecke. Ohne Wenn und Aber. Es muss endlich Schluss sein mit jedes Jahr verkündeten neuen Vertröstungen und Plänen”.

Mit die wichtigsten Investitionen in Bund und Land seien für Reparatur und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur notwendig. Leo Grimm: “Hier besteht vor allem im Westen und Süden Deutschlands enormer Nachholbedarf. Ohne funktionierende Verkehrsinfrastruktur kann unsere Wirtschaft nicht das leisten, was zu Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen notwendig ist.Inzwischen dürfte es sich als Selbstverständlichkeit herausgestellt haben, dass wir zur Finanzierung unseres Straßennetzes auch eine Pkw-Maut auf den Autobahnen brauchen. Mit gewisser Genugtuung stelle ich fest, dass die FDP-Fraktion in Baden-Württemberg diese von mir seit dem Landtagswahlkampf erhobene Forderung übernommen hat. Damit sind wir ja in guter Gesellschaft, wenn ich beispielsweise an Bayern denke”.