Den Menschen vertrauen

„Frage nicht danach, was andere für Dich tun können, tue es selbst“.

 

Das ist mein Grundverständnis unserer Gesellschaft. Es ist Sache jedes Einzelnen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und das nach seinen Vorstellungen Beste daraus zu machen. Freiheit und Verantwortung sind die tragenden Säulen. Leider entsteht aber zu oft der Eindruck, unser Sozialstaat biete dazu eine bequeme Alternative – indem er den, der dies vorzieht, wie ein unmündiges Kind an die Hand nimmt. Das lehne ich entschieden ab. Es ist nicht Aufgabe des Staates, die Menschen an der Hand durchs Leben zu führen, sondern die Hand zu reichen, wenn sie erforderlich ist. Wer in einer Notsituation ist, braucht Motivation und Unterstützung durch unsere Solidargemeinschaft, um schnell wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Der Staat kann und darf aber nicht Allversorger und Lebensgestalter seiner Bürgerinnen und Bürger sein. Seine Aufgabe ist es, unsere Freiheit zu schützen, Sicherheit und Ordnung als Grundlage eines friedvollen Miteinanders zu garantieren und in Notfällen selbstverständlich Erste Hilfe zu leisten. Alles andere schadet unserer Gemeinschaft, macht uns träge und unmündig.

Ich habe Vertrauen in die Menschen, in ihre Fähigkeiten und in ihren Willen, etwas aus ihrem Leben zu machen. Ängstlichkeit und Zaudern bringen uns nicht voran, nur mit Mut werden wir schwierige Aufgaben bewältigen, Neues erreichen und Chancen realisieren.

Müsste, könnte, hätte, sollte?
MACHEN!