Wie wird der Landtag gewählt ?

Jeder Wähler hat nur eine Stimme, die er dem Kandidaten und der Partei gibt.

Im Wahlkreis direkt gewählt ist der Kandidat mit den meisten Stimmen.

Im Wahlkreis Böblingen geht das Direktmandat seit vielen Jahrzehnten an den Kandidaten der CDU. Bei der letzten Wahl 2011 hatte Paul Nemeth (CDU) mehr als 15 % Vorsprung vor dem zweitbesten Kandidaten Florian Wahl (SPD). Ob die CDU hier im Wahlkreis ein paar Stimmen mehr oder weniger bekommt, ist für die Vertretung des Wahlkreises im Landtag ohne Bedeutung.

Bei den kleineren Parteien gilt: Es kommt auf jede Stimme an.

Für die Kandidaten der weiteren Parteien (SPD, Grüne, FDP) kommt es dagegen auf jede einzelne Stimme an. Sie bekommen einen Sitz im Landtag, wenn sie unter allen Kandidaten ihrer eigenen Partei im Bezirk Stuttgart eines der besten Ergebnisse holen. Eine Landesliste wie bei der Bundestagswahl gibt es nicht. So hat Florian Wahl (SPD) bei der Wahl 2011 mit wenigen hundert Stimmen Vorsprung vor anderen SPD-Kandidaten ein Mandat in den Wahlkreis Böblingen geholt. Der FDP-Kandidatin Stefanie Bermanseder fehlten 2006 nur 600 Stimmen, um ein FDP-Mandat hier in den Kreis zu holen. Das Mandat ging stattdessen an einen FDP-Kandidaten im Rems-Murr-Kreis.