Heide Berroth im Interview mit dem Gäuboten

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Allgemein | 19. März 2011

 Im Vorfeld der Landtagswahl am Sonntag, 27. März, stellt der „Gäubote“ die Kandidaten vor. Heute ergänzt Heide Berroth (Wahlkreis Herrenberg-Leonberg) die von der Redaktion vorgegebenen Aussagesätze.

Baden-Württembergs bester Ministerpräsident…
…war Reinhold Maier, er hat unser Land nach dem Krieg wieder auf den richtigen Weg gebracht und dann auch noch die Badener und die Württemberger zusammengeführt. Eine wesentliche Grundlage dafür, dass wir heute „vorn“ sind.

Dass die CDU seit 1953 stets an einer Landesregierung beteiligt ist, ist für Baden-Württemberg…
…bisher nicht unbedingt ein Nachteil gewesen. Es hat sich allerdings auch gezeigt, dass die seit 1996 bestehende Koalition mit der FDP nützlich war, um zusätzliche Aspekte – wie zum Beispiel die Sprachtests schon im Kindergarten – in die Landespolitik einzubringen und manche „schwarze“ Vorhaben abzumildern.

Der Schlichterspruch von Heiner Geißler zu Stuttgart 21…
…ist akzeptabel, das Schlichtungsverfahren war wichtig, um mehr Menschen im Land besser zu informieren. Dass das Ergebnis von Etlichen nicht ernst genommen wird, zeigt deren eigentliche Zielsetzung.

Mehr Bürgerentscheide in der repräsentativen Demokratie sind notwendig…
…weil damit wieder mehr Wähler direkt aufgefordert sind, sich näher mit politischen Fragen zu befassen.

Politikverdrossene Bürger möchte ich wieder für Politik begeistern, indem…
…deutlich gemacht wird, dass die Auswirkungen der Landespolitik jede/n persönlich betreffen, auch wenn er/sie sich nicht darum kümmert. Dann müsste es doch eigentlich klar sein, dass das nicht nur anderen überlassen bleiben darf, sondern es wichtig ist, persönlich – wenigstens am Wahltag – mitzugestalten.

Allererste Priorität der neuen Landesregierung muss sein…
…Bildung, innere Sicherheit, Verkehrsinfrastruktur und die Konsolidierung der Landesfinanzen zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

Der Ausbau beruflicher Gymnasien…
…wurde von mir seit vielen Jahren gefordert, zuletzt in der Plenardebatte im Landtag am 5. Mai 2010 und in einem sich anschließenden persönlichen Gespräch mit Ministerin Prof. Schick Anfang Juni. Ich bin froh, dass es nun wirklich mehr Klassen gibt und sehr zuversichtlich, dass ab dem Schuljahr 2012/13 auch in Herrenberg ein berufliches Gymnasium eingerichtet wird.

Am wichtigsten in meinem Wahlkreis ist…
…jeweils das, was aktuell ansteht. Einzelne Projekte herauszuheben wäre viel zu kurzsichtig, aber wichtig ist mir, dass Menschen hier gut zusammenleben können und wir das auch für die Zukunft sichern.

Ich möchte gewählt werden, weil…
…ich gegen die Pension mit 63 bin. Spaß beiseite: Es gibt noch etliche Dinge, die ich angefangen habe und gerne auch zu einem guten Ende bringen würde. Das Bohren dicker Bretter dauert eben manchmal etwas länger.

Wenn ich nicht gewählt werde…
…bleibe ich den Menschen als Fraktionsvorsitzende der FDP im Kreistag Böblingen erhalten. Außerdem könnte ich dann wieder mehr Kraft und Zeit in meinen Beruf als Beraterin in mittelständischen Betrieben widmen und meine Familie würde sich vermutlich auch freuen, wenn ich wieder häufiger daheim bin – aber einige Initiativen für den Kreis Böblingen blieben dabei eben auch unerledigt.

Mehr Geld ausgeben sollte das Land…
…für Schuldentilgung!

Keinesfalls Geld ausgeben sollte es für…
…Aufgaben, für die der Staat/das Land eigentlich gar nicht zuständig ist.

Mein Werbeslogan für das Land lautet…
…„Vorn bleiben!“

Auf keinen Fall zusammenarbeiten sollte meine Partei mit…
… den Linken oder Rechten.

Wenn ich mir ein Regierungsamt aussuchen könnte, wäre ich…
…nicht auf einen bestimmten Bereich festgelegt, weil ich vielseitig interessiert und vorgebildet bin. Allerdings habe ich nicht vor, ein solches Amt anzustreben.

Smartphones und andere moderne Medien sind für mich…
…wertvolle Helfer im Arbeitsalltag.

Mein Lieblingsplatz ist…
… da, wo ich mich wohfühle, das kann drinen oder draußen sein, zusammen mit anderen oder auch mal für mich alleine.

Am liebsten urlaube ich…
…am Bodensee.

Held meiner Jugend…
…gibt es nicht, Heldenverehrung war noch nie meine Sache, vielleicht für ein Nachkriegskind durchaus nachvollziehbar.

Mein heutiges Vorbild ist…
…auch keine einzelne Person, sondern alle, die jeweils in ihrer Position vernünftig und menschlich vorbildlich tätig sind.

Am meisten ärgere ich mich über…
…Leute, die sich nur an dem orientieren, was bisher war oder nicht war und auf keinen Fall etwas ändern wollen.

Am liebsten lache ich über…
…schlagfertige Bemerkungen, selten lachen kann ich über Missgeschicke anderer Leute – es sein denn, es ist dadurch kein Schaden entstanden.

Meine liebste Filmfigur ist…
… Äffle und Pferdle.

Schwach werde ich…
…bei Süßem und guter Küche, leider!

Meine schönste Kindheitserinnerung ist…
… die an ungehindertes Spielen in der freien Natur, behütet und eingebunden in eine liebevolle Großfamilie, die mir den Freiraum gelassen hat, mich zu dem zu entwickeln, was ich heute bin.