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Kreis Freudenstadt wird von Stuttgart 21 profitieren

Um Klarheit zu erhalten über die konkreten Auswirkungen des Bahnprojekts Stuttgart 21 auf den Landkreis Freudenstadt hat die bei der FDP als Patenabgeordnete für den Kreis zuständige Landtagsabgeordnete Heiderose Berroth die Landesregierung in einer Kleinen Anfrage um konkrete Aussagen zu den Kreis betreffenden Fragen gebeten.

 In ihrer Antwort (nachzulesen auf der Landtagshomepage www.landtag-bw.de unter Drs. Nr. 14/6968) macht die Regierung unter anderem deutlich, dass z.B. die Gäubahn zwar Teil des aufeinander abgestimmten Gesamtkonzepts ist, aber keinerlei finanzielle Verknüpfung besteht. Die weiteren im Kreis geplanten und in der Antwort konkret aufgeführten Schieneninfrastrukturmaßnahmen werden von der Landesregierung unabhängig davon weitergeführt: „Die Landesregierung wird auch in Zukunft die Investitionen in der Fläche nicht vernachlässigen“.

 Ferner wird klargestellt, dass die für S21 vorgesehenen Mittel – wenn sie dort nicht in Anspruch genommen würden – eben nicht an anderer Stelle im Land verwendet werden könnten, sondern höchstens in andere Bundesländer abfließen (Antwort zu Frage 6).

 Deutlich dargestellt werden ferner die zu erwartenden Verbesserungen. So wird sich zwar die Fahrt zwischen Freudenstadt und Eutingen um 3 Minuten verlängern, aber es gibt da eben auch zusätzliche Halte. Die Reisezeit zwischen Eutingen und Stuttgart wird sich dagegen trotz des zusätzlichen Halts am Flughafen – der künftig ohne Umsteigen erreicht wird – nicht verlängern.

 Was bisher kaum bekannt ist, sind die in Zukunft neuen Regionalexpress-Verbindungen, die z.B. Fahrten aus Freudenstadt ohne Umstieg bis Schwäbisch-Hall und Nürnberg vorsehen.

 Von Interesse sind auch die zu erwartenden Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit für die im Kreis Freudenstadt tätigen und wohnenden Menschen. So wie insgesamt für Baden-Württemberg ein jährlicher Zuwachs an Bruttowertschöpfung von 0,18 Prozent erwartet wird, macht dieser Wert für den Kreis Freudenstadt ein Plus von 0,19 Prozent aus. Dies bedeutet jährlich 5,4 Mio. mehr Wertschöpfung im Kreis, pro Einwohner gerechnet sind das immerhin 44 Euro im Jahr.

 „Zusammenfassend unterstreichen diese Angaben, warum auch die Menschen im Kreis Freudenstadt künftig Vorteile erwarten, wenn das Bahnprojekt zügig umgesetzt wird.

Ich hoffe, dass mit der nun begonnenen sachlichen Abklärung der Vor- und Nachteile immer mehr Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, warum wir die Unterstützung für das Bahnprojekt im Landtag beschlossen und viele Jahre für die Umsetzung gekämpft haben“ fasst Heiderose Berroth zusammen.