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Stuttgart 21 bringt Vorteile auch für den Raum Karlsruhe

Um Klarheit zu erhalten über konkrete Auswirkungen des Bahnprojekts Stuttgart 21 auf die Region Karlsruhe hat die als Patenabgeordete der FDP/DVP-Fraktion auch für Karlsruhe zuständige Landtagsabgeordnete Heiderose Berroth über eine Kleine Anfrage die Landesregierung um konkrete Aussagen zu die Region betreffenden Fragen gebeten.

 In ihrer Antwort (nachzulesen auf der Landtagshomepage www.landtag-bw.de unter Drs. Nr. 14/6969) macht die Regierung deutlich, dass neben dem Großprojekt gerade auch im Raum Karlsruhe in den letzten Jahren und aktuell eine Vielzahl von Schienen-Infrastruktur­maßnahmen und andere ÖPNV-Maßnahmen begonnen bzw. geplant worden sind oder sich kurz vor Baubeginn befinden. Verbunden ist dies mit den klaren Aussagen: „Die Weiterführung und die Finanzierung dieser Maßnahmen ist vordringliches Ziel der Landesregierung“ und „die Landesregierung wird auch in Zukunft die Investitionen in der Fläche nicht vernachlässigen“.

 Dazu wird klargestellt, dass die für S21 vorgesehenen Mittel – wenn sie dort nicht in Anspruch genommen würden – eben nicht an anderer Stelle im Land verwendet werden könnten, sondern höchstens in andere Bundesländer abfließen (Antwort zu Frage 6).

 Aufgezeigt werden ferner zu erwartende Fahrzeitverkürzungen, z.B. nach Ulm / München im TGV um rd. 30 Minuten, auch ICE und IRE werden schneller dort sein. Die Fahrt zum Flughafen Stuttgart wird sich um 23 Minuten verkürzen, mit dem TGV fallen bei Umstieg sogar nur 51 Minuten Reisezeit an. Mit einem durchgehenden IRE kann der Flughafen Stuttgart von Karlsruhe in 81 Minuten erreicht werden, von Pforzheim in 52 Minuten.

 Was bisher kaum bekannt ist, sind die in Zukunft neu vorgesehenen Interregio- und Regionalexpress-Verbindungen, die z.B. im Stundentakt von Karlsruhe bis nach Friedrichshafen/Lindau durchgebunden werden. Eine zweistündige angebotene Regionalexpress-Linie soll von Karlsruhe direkt bis Tübingen führen.

 Interessant sind auch die zu erwartenden Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit für die im Raum Karlsruhe tätigen und wohnenden Menschen. Wird insgesamt für Baden-Württemberg ein jährlicher Zuwachs an Bruttowertschöpfung von 0,18 Prozent erwartet, so macht dieser Wert für den Raum Karlsruhe immerhin noch ein Plus von 0,07 Prozent aus. Konkret bedeutet dies jährlich 8,7 Mio. mehr Wertschöpfung im Stadtkreis und 6,9 Mio. zusätzliche Euro im Landkreis Karlsruhe.

 „Zusammenfassend unterstreichen diese Angaben, warum auch für die Menschen im Raum Karlsruhe Vorteile zu erwarten sind, wenn das Bahnprojekt zügig umgesetzt wird. Ich hoffe, dass mit der nun begonnenen sachlichen Abklärung der Vor- und Nachteile immer mehr Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, warum wir die Unterstützung für das Bahnprojekt im Landtag beschlossen und viele Jahre für die Umsetzung gekämpft haben“ fasst Heiderose Berroth zusammen und bekräftigt das Hauptanliegen: „Karlsruhe muss Kreuzungspunkt internationaler Schienen-Schnellverkehre bleiben!“.