Skudelny zum Weltfrauentag

 06.03.2015 -

Anlässlich des Weltfrauentages am kommenden 8. März erklärt die Generalsekretärin der FDP Baden-Württemberg Judith Skudelny:

Der Weltfrauentag erinnert daran, dass Gleichberechtigung und der Schutz der Rechte von Frauen trotz der erzielten Fortschritte Aufgabe der Bürgergesellschaft und der Politik bleiben muss. In vielen Bereichen der Gesellschaft ist die Gleichberechtigung von Frauen bereits angekommen, allerdings sind wir noch nicht am Ziel. Besonders im Arbeitsmarkt ist noch viel zum Thema Gleichberechtigung zu tun. Auch weiterhin verdienen Frauen im Vergleich zu Männern für vergleichbare Tätigkeiten weniger, obwohl mehr als 50% der Hochschulabsolventen heute Frauen sind. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Frauenpolitik ist die Familienpolitik. Nur wenn zukünftig Frauen nicht mehr zwischen Kinderbetreuung und Karriere entscheiden müssen, haben wir eine echte Wahlfreiheit der Frauen. Hierfür müssen auch attraktivere und vor allem flexiblere Bedingungen im Arbeitsalltag geschaffen werden. Gerade aktuelle Hürden, wie die geplante Arbeitsstättenverordnung sind Gift für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die aktuelle Arbeitsmarktpolitik der Großen Koalition setzt Attacken auf flexible Arbeitszeitmodelle, die gerade für junge Eltern besonders schmerzlich sind. Vertrauensarbeitszeit wird durch die Mindestlohn-Dokumentationspflichten massiv erschwert, jetzt rückt auch noch das Homeoffice in weite Ferne. Kein Arbeitgeber der Welt kann hundertprozentig sicherstellen, dass der Heimarbeitsplatz seines Mitarbeiters über ausreichend Licht verfügt. Wir setzen uns für eine freie und selbstverantwortliche Lebensgestaltung von Frauen und Männern ein.

Auch hier muss sich weiterhin etwas tun – in den Köpfen, den Unternehmenskulturen, bei der Entlohnung und den politischen Rahmenbedingungen. Zwar ist die Frauenerwerbsquote gestiegen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss jedoch nachhaltig verbessert werden. Eine Neuordnung der familienpolitischen Leistungen kann dazu einen Beitrag leisten. Zudem gibt es nur wenige Frauen in Führungspositionen. Es ist jedoch Aufgabe der Unternehmen und des Öffentlichen Dienstes, diesbezüglich Abhilfe zu schaffen. Eine gesetzliche Frauenquote ist dagegen keine Antwort.

Der Internationale Weltfrauentag sollte aber auch zum Anlass genommen werden, um über die Grenzen Baden-Württembergs und der Bundesrepublik hinaus die Rechte von Frauen weltweit zu stärken. Wir sind in Deutschland auf einem erfolgreichen Weg, der von allen Parteien getragen wird. In vielen Ländern müssen Frauen weiterhin für Ihre Rechte und den Schutz vor gewaltsamen Übergriffen kämpfen. Diesen Frauen sollten wir in Ihrem Kampf unterstützten und in Gesprächen mit Vertretern anderer Länder die Gleichberechtigung zum Thema machen. Die Freien Demokraten werden sich auch weiterhin für gleiche Rechte von Frauen und Männern in allen gesellschaftlichen Bereichen einsetzten.

 

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