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Thema: Schulen in freier Trägerschaft

Privatschulen in sozialer Verantwortung ermöglichen

Für die FDP sind Schulen in freier Trägerschaft unverzichtbare Bestandteile unseres vielfältigen Bildungswesens. Wir Freie Demokraten sehen in den freien Schulen sowohl Vertreter bewährter pädagogischer Traditionen als auch Pioniere der Schulentwicklung, die mit ihrer Innovationsfreude und mit ihrer Orientierung an den Bedürfnissen von Schülern und ihren Eltern das Schulangebot in entscheidender Weise verbreitern. Somit wirken sie als „Stachel im Fleisch“ der Qualitätsentwicklung des Bildungswesens insgesamt.

 

Wir werden deshalb alles tun, um den freien Schulen eine faire Chance im erwünschten Wettbewerb mit den staatlichen Schulen zu sichern. Wir Freie Demokraten wollen Privatschulen, die sich auch ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind. Dies bedeutet für uns, dass der Staat diese Schulen bei der finanziellen Förderung hierzu auch in die entsprechende Lageversetzenmuss. Indiesen Zusammenhanggehört für uns, dass Verhandlungen zwischen Land und den Schulen in freier Trägerschaft auf Augenhöhe partnerschaftlich stattfinden. Außerdem legen wir Wert darauf, dass zwischen staatlichen und freien Schulen stets ein offener Austausch möglich ist – vor allem hinsichtlich des Lehrpersonals, der Schulorganisation, der Unterrichtsinhalte und der Pädagogik. Die FDP weiß um die hohe Kompetenz vieler Schulen in freier Trägerschaft beim Thema Inklusion. Diese Kompetenz schätzen wir sehr und wollen sie entsprechend finanziell fördern. Gleiches gilt für die Ganztagsbetreuung, die an zahlreichen freien Schulen bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil des Schulangebots ist.

 

Wir werden:

 

  • die staatlichen Zuschüsse an die Schulen in freier Trägerschaft so weit erhöhen, dass sie tatsächlich 80 Prozent der Kosten eines Schülers im staatlichen Schulwesen erreichen,

 

  • das Modell zur Berechnung dieser Kosten im Interesse eines fairen Wettbewerbs um die Kosten der Ganztagesbetreuung, der  Inklusion,  der  Schulsozialarbeit  und  weiterer tatsächlich anfallender Kosten ergänzen. Die maßgebliche Kostenberechnung soll jeweils rechtzeitig vor der Beschlussfassung über den Landeshaushalt vorgelegt werden,

 

  • für Lehrerinnen und Lehrer an Schulen in freier Trägerschaft, die ein fachwissenschaftliches Studium, aber keine Lehramtsausbildung absolviert haben, Möglichkeiten der berufsbegleitenden Nachqualifizierung eröffnen. Auch die Fortbildungsangebote von staatlicher Seite müssen den freien Schulen gleichermaßen offen stehen. Lehrkräften, die sich für eine Tätigkeit in freier Trägerschaft entschließen, dürfen keine aus ihrer Entscheidung resultierenden Nachteile erwachsen. Bürokratische Hürden, die einen Wechsel zwischen dem staatlichen und dem freien Schulwesen erschweren oder gar verhindern, wollen wir beseitigen,

 

  • die Gründung von Schulen in freier Trägerschaft erleichtern, indem die Warteizeit von drei Jahren bis zur Anerkennung beibehalten wird, die Schulen jedoch von der Aufnahme ihrer Tätigkeit an eine staatliche Förderung erhalten.

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