Themen-Schnellsuche

 

Thema: Gesundheit und Versorgung

(K)ein politischer Pflegefall

Die Möglichkeit zur selbstbestimmten Lebensführung und eine gute Gesundheit sind eng miteinander verbunden. Deshalb ist die Politik für eine gute Gesundheitsversorgung für uns nicht einfach nur ein Politikfeld unter vielen, wenn auch die gestalterischen Spielräume der Landespolitik auf Grund der Verteilung der Verantwortung zwischen Bund und Land begrenzt sind. Leitbild unserer Gesundheitspolitik ist der mündige Patient, die freie Arzt- und Krankenhauswahl, die flächendeckende Versorgung mit qualitativ hochwertigen pflegerischen und gesundheitlichen Dienstleistungen und der Präventionsgedanke. Dem entspricht auf  der  anderen Seite der Einsatz für ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit der im Gesundheitsbereich tätigen Berufe und ein Abbau unnötiger Bürokratie und Dokumentationspflichten.

 

Der demografische Wandel stellt unser Land dabei vor eine zweifache Herausforderung. Zum einen bedarf es in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft zusätzlicher gesundheitserhaltender, gesundheitsfördernder und pflegerischer Angebote, zugleich aber bedeutet eine zurückgehende Bevölkerungszahl gerade im ländlichen Raum aucheine Herausforderung für die Sicherstellung derbenötigten gesundheitlichen Dienstleistungen. Der Gesundheitsbereich eröffnet aber auch zahlreiche Chancen. Gesundheitsdienstleitungen sind eine Zukunftsbranche mit großem Entwicklungs- und Wachstumspotenzial und die Qualität unserer medizinischen Versorgung machen Baden- Württemberg zunehmend zu einem Anziehungspunkt für Patienten aus dem In- und Ausland.

 

Wir werden:

 

  • das Ausschöpfen der Spielräume für die Umsetzung der Heimbauverordnung für Pflegeheime über 2019 hinaus erleichtern, um Schließungen und so einen Mangel an Pflegeplätzen zu verhindern,

 

  • die ärztliche Versorgung in Pflegeheimen auch durch finanzielle Anreize verbessern,

 

  • Modelle zur häuslichen 24-Stunden-Versorgung durch Fachkräfte aus dem Ausland in Zusammenarbeit mit mobilen Pflegediensten entwickeln, die Alltagsbegleitung und gesundheitspflegerische Leistungen sinnvoll miteinander verbinden, um diesen Bereich aus der rechtlichen Grauzone zu bringen,

 

  • an der freiberuflichen Tätigkeit als Leitbild der ambulanten Gesundheitsversorgung festhalten. Daneben unterstützen wir andere Formen der Leistungserbringung, die Ärztinnen, Ärzten und den medizinisch-therapeutischen Berufen gerade in der Familienphase geregelte Arbeitszeiten ermöglichen,

 

  • in Zusammenarbeit mit den Kammern, der Kassenärztlichen Vereinigung, den ärztlichen Verbänden und den Kommunen Strategien zur Sicherung qualitativ hochwertiger und erreichbarer ärztlicher Versorgung im ländlichen Raum und in den Städten entwickeln und umsetzen,

 

  • neben der Regelversorgung durch die Kassenärztliche Vereinigung auch die Selektivverträge, wie sie im SGB V vorgesehen sind, unterstützen, da sie durch Wettbewerb der Systeme die Patientenbehandlung sinnvoll ergänzen und verbessern,

 

  • uns für sektorenübergreifende Konzepte zwischen ambulanter und stationärer Versorgung einsetzen,

 

  • Suchtprävention und Suchttherapie stärken – dazu gehört auch die Therapie von Spielsucht. Wir werden prüfen, ob das bisherige Diamorphin-Programm ausreicht,

 

  • physische wie psychische Gesundheitsprävention im Berufsumfeld stärken und die Gesundheitsstrategie des Landes fortschreiben,

 

  • Hebammen,  Familienhebammen und Entbindungshelfer als wichtige und tragende Säulen stärken und diese als Ansprechpartner für effektiven Kinderschutz weiterentwickeln,

 

  • die  wohnortnahe, qualitativ  hochwertige Arzneimittelversorgung durch die selbständig, unternehmergeführten Apotheken stärken,

 

  • die Heilpraktiker als wichtige Säule der Alternativ- und Komplementärmedizin unterstützen und am Heilpraktikergesetz festhalten.

Homepage • Impressum • FDP.de •  Julis •  Landtagsfraktion •  Mitteilungen RSS • Termine RSS